Olite & der königliche Palast und Teruel eine Stadt die im Jahre 1986 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde

geschrieben am 15.06.2016, von Hymer Hymer Destinationen Entdecken Städte & Kultur Caravan & Reisemobil

Entdecken Sie zwei wunderschöne, spanische Städte mit Geschichte - Insider Tipp von und mit Gudy Terenzio

Wenn wir zu unserer Familie nach England fahren, sehen wir viele kleine Städte die uns anziehen und dieses mal haben wir entschieden, zwei von ihnen zu besuchen: Olite und Teruel liegen an der "Ruta Mujedar" - der Muselmannischen Strasse.
Die "Ruta Mujedar" in Aragon führt entlang der A23 zwischen Teruel und Zaragoza und auch ins Innere des Landes.

                                                 

Zuerst besuchten wir Olite, bekannt für seine Weine und natürlich den "Palacio Real de Olite" - ein riesiges Fortress, das zwischen 1402 und 1424 erbaut und von Karl III von Navarra bewohnt wurde.
Man kann einen ganzen Nachmittag dort verbringen und von Turm zu Turm wandern, den tollen Ausblick über die Stadt und die Weinberge genießen und immer wieder etwas Neues entdecken.
Aber man sollte auch das Weinmuseum in der Tourist Information besuchen.
Man darf aber nicht vergessen, dass man in Spanien ist, zwischen 14:00 und 16:00 Uhr nachmittags schließen die Geschäfte und auch die Tourist Information für die "Siesta" und um 19 Uhr ist der Tag geschäftlich zu Ende - aber er beginnt in den Cafes, Bodegas und Tapabars.
Ich erwähne das nur, damit niemand enttäuscht ist (so wie wir, die einiges nicht sehen konnten, weil es zu spät war).

                                                        

Generell ist der alte Teil von Olite wirklich wert herumzuschlendern und auch die Kirchen San Pedro und Santa Anna zu besuchen.

                                                     

Am nächsten Tag ging es ueber Zaragoza weiter nach Teruel. Teruel ist die "Ciudad del Amor" - die „Stadt der Liebe“. Diesen Namen trägt sie in Verbindung mit "Los Amantes" - "Die Liebenden". Es ist ein bisschen "Romeo und Julia" denn Juan Diego Martinez starb an gebrochenem Herzen und wenn seine große Liebe Isabel de Segura ihm nach seinem Tod den Kuss gab, den sie ihm verweigert hatte, weil sie einen anderen Mann geheiratet hatte, fiel auch sie tot über seinen Körper. Beide sind in wunderschönen Marmorsakrophargen im Tode vereint. Unter den Sakrophargen kann man durch das "Marmorgitter" hindurch die Mumien sehen, die aus dem Jahr 1217 (durch Karbon 14 nachgewiesen) stammen. Im Jahre 1555 wurden die beiden Mumien in der Kirche San Pedro gefunden und man glaubt, dass es sich um Diego und Isabel handelt.

Das Mausoleum ist eingegliedert in die Kirche San Pedro. Leider hatten wir nicht die Zeit diese zu besuchen, werden das aber bestimmt nachholen. Die Öffnungszeiten am Abend sind nicht so knapp bemessen wie in Olite: die Sehenswürdigkeiten und Geschäfte sind bis 20:00 Uhr geöffnet.

Aber es gibt so viel mehr zu sehen und zu tun in Teruel. Man sollte unbedingt das Museum von Teruel besuchen, das auf 4 Etagen eine riesige Kollektion von Gegenständen, Kleidung, Keramik usw. aus der prähistorischen Zeit (der Iberier, Roman, Visgothen und die arabische Kultur) zeigt. Für diejenigen die mit Kindern reisen oder interessiert an Dinosauriern sind, gibt es noch das "Dinopolis" ca. 2 km von der Altstadt entfernt. Es hat eine der größten Kollektionen von Dinosauriern in der Welt und die größte Ausstellung in Europa. Aber nicht nur das, sondern auch ein Freizeitzentrum mit einem Roboter, Zeitmaschine, 4D Simulator und vielem mehr. Also, wenn ihr in Aragon seid, lohnt es sich hier zu halten (es gibt einen riesigen Parkplatz beim "Dinopolis", perfekt für Wohnmobile) um ein bisschen Kultur und mehr zu genießen.

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