Mit Laika auf Erkundung der faszinierenden Palladianischen Villen

geschrieben am 09.01.2017, von Laika Laika Aktiv Caravan & Reisemobil Destinationen Entdecken Familie Städte & Kultur Traumstraßen

Eine Route auf der Erkundung der aristokratischen venetischen Landsitze des berühmten Architekten Andrea Palladio in der Gegend des zauberhaften Canale del Brenta, der als ideale Verlängerung des Canal Grande in Venedig landschaftlich reizvoll zwischen Padua und Treviso bis hin zu den Euganeischen und Vizentinischen Hügeln verläuft.

Der Name der Palladianischen Villen geht zurück auf ihren Architekten Andrea Palladio, Pseudonym für Andrea di Pietro. Dieser italienische Architekt und Bühnenbildner der Renaissance hat den griechischen und römischen Klassizismus, insbesondere das berühmte Traktat “De Architectura” von Vitruv zum Vorbild. Seine Modelle hatten einen tiefen Einfluss auf die westliche Architektur und waren Ausgangspunkt für einen Stil, an dem sich die folgenden drei Jahrhunderte inspirierten. Bei den Palladianischen Villen handelt es sich um herrschaftliche Wohnhäuser, die zum Großteil auf dem venetischen Lande in der Nähe des Flusses Brenta liegen. Sie wurden von dem berühmten Architekten selbst oder nach seinem Vorbild entworfen. Die Villen dienten der venetischen Aristokratie als Feriensitz, die sich im 16. Jahrhundert gerne an ruhigen Orten, fernab vom hektischen Treiben in den Städten, zusammenfanden, um den Freuden des Landlebens zu frönen. Ausflüge im Ruderboot unter Trauerweiden, 

Kutschenfahrten in den Weinbergen, ausgedehnte Spaziergänge am Ufer des Brenta ... man kann sich die Tage der Damen und Höflinge zur faszinierenden Zeit der Renaissance bildhaft vorstellen. Die Landsitze der Adeligen sind folglich ein Modell für eine mit der Natur im Einklang stehende Architektur mit erhabenen Fassaden nach dem Vorbild antiker griechischer Tempel und mit herrlichen naturalistischen Fresken. Merkmale, die sich im 18. und 19. Jahrhundert in der ganzen westlichen Welt ausgebreitet haben und schließlich auch nach Amerika gelangt sind (siehe Weißes Haus).

credits @ comune.vicenzait

Ausgangspunkt unserer Reise ist Vicenza, eine reizvolle Stadt mit blumenbehangenen Balkons und malerischen Brücken. Los geht es über den Corso Palladio mit seinen wunderschönen Laubengängen bis zur großzügigen Piazza dei Signori und Piazza delle Erbe mit der herrlichen Palladio Basilika und der imposanten Loggia del Capitaniato.

Nach der Besichtigung der Stadt geht es auf der Provinzstraße 248 Richtung Marostica. Wir folgen der Ausschilderung nach Caldogno und gelangen zur Villa Caldogno Nordera, die wohl von Palladio stammt und um 1545 gebaut wurde. Sie besticht nicht nur durch ihre wunderschöne Fassade, sondern auch durch ihre Säle mit Fresken von Giovanni Antonio Fasolo und Giovanni Battista Zelotti, sehr berühmten Malern der Renaissance.

credits @ Wikimedia Commons

Weiter auf der Provinzstraße 349 fahren wir nach Thiene zur Besichtigung von Castello Porto Colleoni, einer besonderen Villa, die neben der venezianischen Architektur der Renaissance auch gotische Merkmale mittelalterlicher Schlösser aufweist. Im Inneren trifft man auf wunderbare Fresken der Renaissance, offene Kamine, Balustraden, Kapitelle, kurzum, ein richtiges Märchenschloss!

credits @comune.thiene.vi.it

In Richtung Piovene-Rocchette (auf der Provinzstraße 68) erreicht man Lugo di Vicenza, wo im Ortsteil Lonedo eine von Palladios ersten Werken, die herrliche Villa Godi Malinverni (Via Palladio, 44) steht: der Säulengang mit seinen drei Bögen verleiht der Fassade Harmonie und Symmetrie, im Inneren gibt es raffinierte Fresken von Battista Zelotti und Battista del Moro zu bewundern. Etwas weiter, Hausnummer 51, liegt Villa Piovene Porto-Godi mit ihrer imposanten Freitreppe, die zur wunderschönen Fassade mit Säulen- und Bogengängen führt.

credits @ villagodi.com

Wir fahren weiter nach Sandrigo zur Villa Sesso-Schiavo aus dem Jahre 1570 mit ihrem reizvollen dorischen Säulengang und allegorischen Fresken des Fasolo.

credits @ zankyou.it

Auf der Rückfahrt Richtung Vicenza kommen wir durch Lisiera (Bolzano Vicentino) zur Villa Valmarana Scagliolari Zen mit einer typisch palladianischen Fassade, die nach ihrer Zerstörung durch Bomben im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde.

credits @ wikiwand.com

Weiter Richtung Vicenza machen wir einen Abstecher nach Bertesina, wo die Villa Gazzotti-Marcello des jungen Palladio liegt, sowie zur Villa Negri-Ceroni in Ospitaletto, die durch ihre imposante Treppe mit großem Säulengang besticht.

credits @ pinterest

Hier geht unsere Rundfahrt zu Ende, aber wer mehr über die Sehenswürdigkeiten dieser geschichts- und kunstträchtigen Gegend erfahren möchte, findet weitere Infos hier.

Essen

Osteria il Buganiere

Viale Margherita, 105, 36100 Vicenza VI

0444 321219

Osteria Monelli

Contrà Ponte San Paolo, 13, 36022 Vicenza VI

0444 041833

Trattoria Ponte Delle Bele

Contrà Ponte delle Bele, 5, 36100 Vicenza VI

0444 320647

Standplätze

Camping Vicenza: 72 Standplätze auf Gras, alle mit Stromanschluss In der Nähe der Autobahnausfahrt Vicenza- Ost, eine grüne Oase, nur 7 km von der historischen Altstadt von Vicenza entfernt. Saisonale Öffnung (04/09).

GPS Koordinaten: Lat: 45.517947 - Long: 11.603625

Wohnmobilstellplatz in Viale Cricoli: Park Interscambio Centrobus (0444.928311). Parkplatz, Linienbus ins Zentrum, Wasser, Stromanschlussbuchse, rund um die Uhr geöffnet.

GPS Koordinaten N 45° 33' 51.37" - E 11° 32' 48.91".

Stellplatz in Via Bassano: Assistenz, Einzäunung, WC, 10 Minuten mit dem Bus ins Zentrum.

GPS Koordinaten N 45°32.590 E 11° 33.534

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