Mattenhauser Kräuterabend macht Apettit auf Kräutertage

geschrieben am 08.06.2015, von Hymer Hymer Veranstaltungen Wellness & Genuss

Von April bis Oktober lädt der Landgasthof Kreuz immer am dritten Mittwoch des Monats zu einer Kräutergartenführung mit Pater Gerhard vom Brunnenhof, Ebenweiler und anschließendem 3-Gänge-Kräutermenü mit Kräutern des Monats ein.

Seine eigene Person umschreibt der Pater mit den Worten: „Erdverbunden und dennoch
himmelwärtsstrebend versuche ich, eine Ahnung vom Reich Gottes, das meint die Achtung
vor der Wunderwelt seiner Schöpfung, seine Weite, Freiheit und Barmherzigkeit und den
Nutzen der uns daraus erwächst, ansatzweise Wirklichkeit werden zu lassen“.
Unter diesem Motto nahm er die Gäste mit in sein Reich, den hauseigenen Kräutergarten
vom Landgasthof Kreuz, der mit viel Liebe gehegt und gepflegt wird, eine grüne und duftende
Vielfalt über die man nur staunen kann. Mit viel Freude und stets einem Augenzwinkern gab
Pater Gerhard einen Einblick in die Kräuterwelt und dabei viele nützliche Gesundheitstipps,
die meist mit dem Satz „So Gott will und sie dran glauben“ endeten.

Rauke
Der lebendige Vortrag begann mit dem Kraut des Monats im Landgasthof Kreuz, der Rauke,
einem würzigen Kreuzblütler der in mancherlei Gestalt in unseren Landen unterwegs ist.
Die Römer waren es, die das ursprünglich aus Asien stammende Kraut, in unsere Region
verfrachteten. Der uns eher bekannte Name „Rucola“ ist eine toskanische Bezeichnung für
die Rauke mit dem würzigen, nussigen Geschmack, die einen hohen Gehalt an Vitamin A
und C, Beta-Carotin und Folsäure enthält. In Deutschland führte Rucola bis zur Wieder-
entdeckung eher ein Schattendasein unter den Salaten. Erst der Trend zu mediterraner
Küche führte zur derzeitigen Bekanntheit und allgemeinen Verfügbarkeit rund ums Jahr.
Die Rauke wirkt gegen Rheuma, fördert die Durchblutung und die Verdauung und regt
allgemein den Stoffwechsel an.

Lauch, Bärlauch, Knoblauch
Das nächste Thema galt denen aus der Familie „Lauch“, so führte Pater Gerhard gekonnt
über. Sie finden sich ganz weit oben auf seiner Wirksamkeitsliste der heilsamen Nahrungsmittel.
Dazu gehören natürlich der Knoblauch und der Bärlauch. Immer wieder hört man davon, dass
Bärlauch, wenn er dann zu blühen beginnt, giftig wird. „Dies ist völliger Nonsens, was gut und
hilfreich ist, wie soll es plötzlich schädlich werden?“, so Pater Gerhard. Richtig ist, dass, wenn
sich die wunderschönen Blütensterne zeigen, das Laub des beliebten Bärlauchs fad und fest
wird. Nun gibt es aber die Möglichkeit, die kleinen Blüten an Salat und in Suppen zu genießen.
Pater Gerhard empfiehlt verschmitzt eine „Schwäbische Tomatensuppe“, oder besser gesagt
die Illusion einer Tomatensuppe: einen roten Teller mit heißem Wasser und Blüten von Bärlauch.
Bärlauch ist eine Eisenpflanze und wer an Eisenmangel leidet, hat mit ihm einen wirksamen
Einschleuser gefunden. Diese Kräfte finden sich auch im Knoblauch. Beide verfügen über herz-
schützende Eigenschaften und haben eine abwehrsteigernde und antiseptische Wirkung, 
bekämpfen effektiv Erkältungen und andere Infektionen. Und nicht zu vergessen ist: sie
verschaffen einem Platz und Raum, erfährt man von Pater Gerhard.

Lavendel
Der Lavendel, ist bereits seit der Antike bekannt und lässt einen entspannt durch die Welt
gehen. Alle halbe Stunde die Stirn eingerieben mit dem ätherischen Lavendelöl, soll bei
Migräne wahre Wunder wirken.

Salbei
Wer Salbei im Garten hat, der wird, wenn er denn stirbt, wenigstens „gesund“ sterben.
Salbei hilft unter anderem bei Halsschmerzen und aller Arten von Entzündungen im Mund-
und Rachenraum. Ein Tipp von Hildegard von Bingen: bei Schnupfen gerollte Blätter des
Salbeis in die Nase zu stecken, um dann nach spätestens einer Stunde eine freie Nase
zu haben.

Melisse
„Die Melisse gilt als herzstärkendes Mittel und Antidepressiva, das laut Pater Gerhard
besser wirken soll bei Depressionen, als das häufig empfohlene Johanniskraut. Mit einem
letzten Tipp von Hildegard von Bingen endete der interessante und äußerst amüsante
Kräutervortrag von Pater Gerhard, den man nur bestens weiterempfehlen kann: „Wenn man
einen alten „Krantler“ zu Hause habe, solle man ihm 14 Tage Melisseblätter unter den Salat
mogeln, dann würde, so Gott will, ein liebenswerter Zeitgenosse aus ihm“. Selbstverständlich
gilt dies auch für die Herren der Schöpfung, wenn er eine „Krantlerin“ zu Hause hat. Allerdings
muss dann eben er den Salat zubereiten.

3-Gänge-Menü
Absolut empfehlenswert ist auch das folgende spezielle 3-Gänge-Kräutermenü mit viel Liebe
und Können von Horst Schmidt und seinem Team zubereitet. Bereits beim Apertif bekommt
man Lust auf mehr. Die Speisen der drei Gänge wurden allesamt mit frischen Zutaten und
Kräutern zubereitet und liebevoll mit essbaren Blüten arrangiert. Ein Genuss nicht nur für den
Magen, sondern auch für alle Sinne.

Für das Dessert pflückte Horst Schmidt noch bei der Zubereitung die allerersten Holunderblüten,
die an einer geschützten Stelle beim Kräutergarten bereits blühten, und verfeinerte damit seine
Erdbeeren. Frischer geht’s garnicht. So gibt Horst Schmidt, nicht nur an den Kräutertagen seinen
Gerichten mit frischen Kräutern eine besondere Note, sondern das ganze Jahr über. Denn beim
Kochen mit Kräutern ist er ein Fachmann.

Das Hotel-Landgasthof Kreuz im günstig gelegenen Mattenhaus bei Bad Waldsee
bietet vom 7. bis 14. Juni ein kulinarisches Ereignis der besonderen Art: Die Mattenhauser
Kräutertage laden ein zum Schlemmen, Entdecken und Genießen.

Information und Kontakt
Öffnungszeiten Gasthof:
Sonntag - Donnerstag 11:00 - 21:30 Uhr
Freitag und Samstag 11:00 - 14:00 Uhr
durchgehend warme Küche
(Oktober - Mai: Samstag Ruhetag)
Familien-, Firmenfeier, Tagungen und Busse auf Anfrage auch an Ruhetagen möglich.
Hotel durchgehend geöffnet.

Hotel Landgasthof KREUZ
Mattenhaus 3, 88339 Bad Waldsee
Tel. +49 7524 97570
Fax +49 7524 975750
info@hotel-kreuz.de
www.hotel-kreuz.de

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