Zu Besuch beim Nussknacker und den „Weihnachtselfen“ – das Spielzeugdorf „Seiffen“ im Erzgebirge

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von FREEONTOUR

Zu Besuch beim Nussknacker und den „Weihnachtselfen“ – das Spielzeugdorf „Seiffen“ im Erzgebirge

Zwar sagt man, der Weihnachtsmann komme vom Nordpol.

Doch ist man erstmal zu Besuch im Kurtort Seiffen im schönen Erzgebirge, dann wäre man absolut nicht überrascht, wenn plötzlich der Weihnachtsmann höchstpersönlich mit seinem Rentierschlitten auf dem Stadtplatz landet.

Völlig zu Recht wird Seiffen auch liebevoll „Spielzeug- oder Weihnachtsdorf“ genannt. Denn in den Werkstätten wird seit Jahrhunderten in detailreicher Handarbeit traditionelles Holzspielzeug hergestellt. Vermutlich gibt es nirgendwo sonst auf der Welt so viele Spielzeughersteller, Holzgestalter, Schnitzer und Drechsler wie in Seiffen. Sie arbeiten das ganze Jahr über an Spielzeug und Dekoration für verschiedene Anlässe: Geburtstage, Sommer, Ostern – und, ganz besonders: Weihnachten. 

Die Heimat des Nussknackers 

Die wohl bekannteste Spielzeugfigur aus Seiffen ist der Nussknacker. Inspiriert von der Weihnachtsgeschichte „König Nussknacker und der arme Reinhold“ fertigte der Seiffener Wilhelm Füchtner um 1870 die erste Nussknacker-Figur. Heute gibt es sie in vielen Varianten und sie ist auf der ganzen Welt berühmt. 

Doch Seiffen ist auch die Heimat der Weihnachtspyramide, des Räuchermännchens, von hölzernen Weihnachtsengeln – und vielen anderen Figuren und Deko-Artikeln, die Jahr für Jahr wieder zur Weihnachtszeit aufgestellt werden. Auch Christbaumschmuck, Adventleuchter und klassische Spieldosen zum Aufziehen mit Musik werden in Seiffen noch immer traditionell hergestellt.

„Engel und Bergmann“

In Seiffen fühlt man sich im Advent, umgeben von all den weihnachtlichen Figuren, selbst wie inmitten eines Weihnachtsmärchens. Wer einem auch immer wieder begegnet, besonders in den abends erleuchteten Fenstern, sind die Kerzenhalter „Engel und Bergmann“.

Wie viele Figuren aus dem Erzgebirge haben sie ihren Ursprung im ehemaligen Bergbau der Stadt Seiffen. Die Geschichte von „Engel und Bergmann“ geht zurück ins 17. Jahrhundert, als die „Bergmänner“ Seiffens des nachts noch zur Schicht gingen. Ihre Familien wünschten sich nichts mehr, als dass sie nach dieser gefährlichen Arbeit wieder heil zurückkämen. Nachts stellten die Familien von Seiffen „Lichterbergmänner“ als Kerzenhalter in die Fenster, um den Männern den Weg zu erhellen und ihnen Mut zu machen. Mit den Jahren kam der „Lichterengel“ hinzu. Er hat eine religiöse Bedeutung und beschützte den Bergmann ähnlich wie ein Schutzengel.

Zur Weihnachtszeit stellten die Familien traditionell Lichterengel für Mädchen und Bergmänner für Jungen ins Fenster. So wusste man immer, wie viele Töchter und Söhne die Seiffener hatten.

Die Schauwerkstatt der „Weihnachtselfen“

Natürlich wimmelt es in Seiffen nur so von Spielzeuggeschäften. Da das Städtchen ein Kurort ist, sind die Geschäfte auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Besonders ist auch, dass man den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen kann.

Die „Schauwerkstatt“ ist für Besucher geöffnet. Während der Adventszeit fühlt man sich hier wie zu Besuch bei den Weihnachtselfen. Bei Voranmeldung können die Besucher sogar mitbasteln, was gerade für Kinder einmalig ist. Auch das Seiffener Spielzeugmuseum ist ein Erlebnis für die ganze Familie.

Die Seiffener Weihnacht

Zur Weihnachtszeit ist in Seiffen natürlich besonders viel geboten. So gibt es zum Beispiel jedes Jahr einen Adventskalender in der Stadt. Jeden Tag im Advent wird an einem anderen Ort ein neues Türchen geöffnet. Dabei handelt es sich um Überraschungen, die die Stadt zur Adventszeit schmücken. 

An den Wochenenden fährt der Weihnachtsmann sogar mit seinem Rentiermobil und in Begleitung seiner Engel zu den jeweiligen Kalendertürchen. Dabei können Neugierige ihn begleiten. Die Stationen erfahren Sie hier.

Natürlich gibt es in Seiffen auch einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. An den Holzbuden warten Leckereien, Punsch und Glühwein – und selbstverständlich auch handgemachte Weihnachts-Deko und Spielzeug aus der Stadt.

Weitere Aktivitäten in und um Seiffen

Wintersport

Zur Weihnachtszeit kann man in Seiffen wunderbar Skifahren. Und dazu muss man nicht einmal weit fahren – unweit des Zentrums führt der Seiffener Lift auf drei Skipisten mit insgesamt über 1.800 Metern Pistenlänge. Auch Nachtfahrten sind dank des Flutlichtes möglich.

Außerdem gibt es einen Rodelberg, mehrere Loipen und eine gemütliche Skihütte im Seiffener Skigebiet.

Seiffen ist ein sehr familienfreundlicher Ort. Daher gibt es viele Aktivitäten für Kinder, zum Beispiel einen Ausflug zur Alpakafarm, Eselreiten, das Haus der Modelleisenbahn, und vieles mehr. 

Auf der Familienseite Seiffens erfahren Sie mehr

Campingplatz Seiffen

Der ganzjährig geöffnete Campingplatz im Ferienpark Seiffen verfügt über 124 Stellplätze, Strom- und Wasseranschlüsse, Brötchenservice, moderne Sanitäranlagen, sowie ein Restaurant, Internet, einen Fitness- und einen Fernsehraum im Haupthaus.

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Im Kurort Seiffen, dort wo die weltberühmte erzgebirgische Holzschnitzkunst zu Hause ist, wo Bergwerke, Burgen und Schlösser die Landschaft prägen,...