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Wohnmobil goes Winter – Wintercamping

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Wohnmobil goes Winter – Wintercamping

Vom Wohnmobil oder Wohnwagen raus auf die Piste oder auf die Loipe, zur romantischen Wanderung im Schnee oder zum Eisstockschießen...

Wintercamping ist ein besonderer Spaß, den sich immer mehr Menschen gönnen. Vor der winterlichen Kür kommt jedoch die Pflicht: Machen Sie Ihr Zuhause auf Rädern winterfest und -sicher!

Grundsätzlich gilt: Jedes moderne Wohnmobil und jeder Wohnwagen neuerer Generation ist auch fürs  Herbst- und Wintercamping einsatzbereit. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die Camping-Fans beachten müssen, um ihren Caravan wintersicher zu machen:

  • Im Kühlwasser des Wohnmobilmotors sollte wie beim Pkw auch genügend Frostschutzmittel sein.
  • Prüfen Sie das Motoröl Ihres Wohnmobils oder fragen Sie den Händler, ob es wintertauglich ist: Öl der Viskositätsklasse SAE 5W40 hält Temperaturen bis -30° C aus.
  • Auch die Scheibenwaschanlage braucht Reinigungs- und Frostschutzmittel. Fertige Mischungen gibt es an der Tankstelle oder im Baumarkt.
  • An Eiskratzer, Schaufel und Handfeger denken viele Wohnmobilbesitzer auch beim Wintercamping. Jedoch sollten Sie auch Starthilfekabel, Unterlegkeile, Arbeitshandschuhe und Schneeketten dabeihaben.

"Schneeketten helfen nicht nur bei Schnee, sondern auch, wenn das Wohnmobil im Matsch stecken bleibt"

  • Ein Wintervorzelt schützt vor Wind und Schnee. Angesichts von Kosten zwischen 400 und 2.000 Euro lohnt es sich jedoch meist erst, wenn Sie länger in kalten Regionen unterwegs sind und Sie regelmäßig Wintercamping machen möchten.
  • Für das Wohnmobil gilt das gleiche wie für jedes Auto: Mit den passenden Reifen ist das Fahrzeug bereit für den Winter. Die Faustformel heißt: „Winterreifen von O bis O“ – von Oktober bis Ostern.
  • Expertin Maria Dohnau vom HYMER-Zentrum B1 in Mühlheim an der Ruhr rät dabei von sogenannten Allwetterreifen ab, die man sowohl im Sommer als auch im Winter fahren kann. „Für ein Reisemobil würde ich sie nicht empfehlen, unter anderem, weil das Fahrzeug viel mehr wiegt als ein Pkw. Mit Winterreifen kann man auch bei Glätte und Schnee fahren – vorausgesetzt, man passt sein Fahrverhalten den veränderten Witterungsbedingungen an.“
    Für Anhänger gibt es grundsätzlich keine Winterreifenpflicht – somit auch nicht für Wohnwagen. Der ADAC rät aus Sicherheitsgründen trotzdem dazu, auch Wohnwagen mit Winterreifen auszustatten.
  • Der Abwassertank des Wohnmobils muss isoliert und beheizbar sein, damit er nicht einfriert.
  • Wenn die Außentemperatur weit unter 0° C liegt, können Sie Thermomatten mitnehmen. Sie unterstützen die Heizung und halten das Wageninnere angenehm behaglich. Einfach die Matten an die Scheiben der Fahrerkabine anbringen. Wintervorhänge zwischen Fahrerkabine und Wohnbereich halten zusätzlich die Kälte fern.
  • Wer für alle Eventualitäten gewappnet sein möchte, sollte Schneeketten einpacken. Zwar schneit es in den wenigsten Regionen Deutschlands vor Ende November, doch 2012 lagen bereits Ende Oktober mancherorts 20 cm Neuschnee. Das Aufziehen der Schneeketten üben Sie am besten vor der Fahrt – bei Bedarf mit einem Fachmann, etwa dem Automechaniker Ihres Vertrauens. Die Ketten haben noch einen weiteren Vorteil, berichtet Maria Dohnau aus Erfahrung: „Sie helfen nicht nur bei Schnee, sondern auch, wenn das Wohnmobil im Matsch stecken bleibt.“