Winterflucht in die Algarve – Roadtrip Südportugal

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von Marius Schwager

Winterflucht in die Algarve – Roadtrip Südportugal

Sonne satt und T-Shirt Temperaturen auch im Winter. Der südwestlichste Zipfel Europas lockt Winterflüchtlinge mit azurblauem Himmel, schroffen Steilküsten und entspanntem Lifestyle. Die Algarve ist Portugals südlichste Region und besonders im Herbst und Winter eine zu Recht zunehmend beliebter werdende Reisedestination für Strand und Meerliebhaber.

Die Südküste Portugals, die Algarve, hat durchschnittlich 300 Sonnentage im Jahr. Leere Strände, rotgoldene Klippen und täglich leckeren Fisch locken uns für einen Roadtrip ans südwestliche Ende Europas.

Der Ausblick an manchen Orten ist so atemberaubend schön, dass man Tage an einem Platz verweilen will. Unser Winter-Abenteuer ist gänzlich unwinterlich. Es ist Anfang Dezember, wir sind in Europa und dennoch spazieren wir im T-Shirt umher und hier und da rinnt gar eine Schweißperle über Stirn und Rücken. Wir sind an den Südwestzipfel Europas gereist und ja, wir haben dieses Schicksal freiwillig gewählt.

Roadtrip an der Algarve

Azurblauer Himmel, schroffe Steilküsten und entspannter Lifestyle. Das Winter-Abenteuer für Sonnenliebhaber – und als Wintermensch muss man erwähnen: Im Herbst, also November und Dezember, verpasst man auf den Skipisten der Alpen ohnehin nichts, außer Gedränge und vereister Kunstschnee – da sind uns entspannte Fado-Musik und der Klang der tosenden Welle am feinen Sandstrand auch als Skifahrer lieber. Skifahren kann man dann ja immer noch ab Januar.

Die atemberaubenden Küstenlandschaften der Algarve an Mittelmeer und Atlantik locken bereits seit Jahrzehnte Hippies in ihren uralten Campingwagen an verwunschene und versteckte Strände. Viele dieser Lebenskünstler haben sich mittlerweile etwas weiter im Landesinneren niedergelassen und nehmen die entspannten Wintertemperaturen als Anlass hier ihr Leben zu verbringen. Und wenn die Hippies eine Region als entspannend finden, muss da etwas dran sein.

Während es in den Sommermonaten in den wuchernden Hotelkomplexen am Mittelmeer brechend voll ist, kann man in der Nebensaison Ruhe und Gelassenheit an den Stränden finden. Auch Campen wird hier an den meisten freien Parkplätzen weiterhin geduldet – Müll mitnehmen und keinen Unrat hinterlassen ist ohnehin Camper-Ehrenwort. Und wem es an den Stränden doch nicht leer genug ist, der fährt einige Minuten ins Landesinnere und hat Ruhe und Entspannung satt.

Surfen an der Algarve

Wer ein bisschen sucht, findet auch an der Küste absolut menschenleere Plätze und Natur pur. Ein Roadtrip entlang der Küste, jeden Tag ein noch schönerer Stellplatz an einer atemberaubenden Steilküste ist hier an der Algarve noch problemlos möglich. Zwischen den einzelnen Etappen findet man in den kleinen Dörfern Bäckereien, Cafes und Restaurants.

Als Ausgangsbasis für Tagestrips ist Lagos besonders zu empfehlen. der historische Stadtkern und die belebten Gassen stehen den Steilklippen an der Ponte da Piedade um fast nichts nach.

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Wer sportliches Abenteuer sucht und sich traut, ist in 30 Autominuten an der wilden Atlantikküste und kann sich am Surfen versuchen. Rund um Arrifana und Aljezur finden sich dutzende Strände, Ausrüstungsverleihs und Surfguides. Ein Neoprenanzug ist Pflicht bei Wassertemperaturen um 13-14 Grad, einmal eingewöhnt, hält man es auch mehrere Stunden im Wasser aus, wenn die Kondition mitmacht. Denn Kondition ist zwingend nötig, Surfen ist eine der wohl anstrengendsten Sportarten. Was bei den Könnern so spielerisch leicht aussieht, ist jahrzehntelanges Training und mit zig Millionen Paddelarmzügen hart erkämpft.

Schlendern durch historische Fischerdörfer

Wer mehr Zeit und Muße hat, oder sich vom Surfen erholen will, dem bieten sich viele kleine Fischerdörfer and er Küsten und etwas im Landesinneren. Ein Bootstrip zur Steilküste, ein gemütlicher Spaziergang oder ein Besuch am Fischmarkt. Hier an der Algarve kann man mit wenig Anspannung viel Erholung aufsaugen. Einen solch ruhigen Urlaubstag empfiehlt es sich bei einem klassischen portugiesischen Abendessen mit frischem Fisch und einer traditionell riesigen Portion Pommes Frites und Fado Live-Musik abzuschließen. Man muss nicht lange suchen, um hierzu ein liebenswertes Restaurant mit formidablem Sonnenuntergangsblick zu finden.

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Camper mieten

Wer nicht selbst bis nach Portugal fahren möchte aber nicht auf das Campingfeeling verzichten möchte, hat die Möglichkeit sich in Lissabon bei rent easy ein Campingfahrzeug zu mieten.

Informationen:

Flüge: Nach Lissabon oder Faro

Camping: Es gibt wenige Campingplätze in der Algarve. Freistehen ist an den meisten Orten zur Nebensaison derzeit kein Problem und wird geduldet. Entsprechend umsichtiges Verhalten bitte an den Tag legen. Gerade in der Nebensaison bieten sich auch zwischendurch Hotelzimmer an, die Preise sind vergleichsweise niedrig und teils findet man ein gutes Hotel für den Preis eines Camping-Stellplatzes in Mitteleuropa.

Fototipps: Anregungen für schöne Strände und besonders tolle Fotolocations.

Reisekosten: Portugal hat derzeit ein deutlich geringeres Preisniveau. Insbesondere Essen, Trinken und Dienstleistungen aller Art sind besonders in der Nebensaison günstig. Ein Espresso kostet meist 60 Cent, ein Cappuccino selten über 1,50 Euro. Ein gutes Abendessen mit leckerem fangfrischem Fisch und einem Glas Wein gibt es ab 12 Euro.

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