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Wintercamping mit Reisemobil

Outdoor und Sport
evamoutschka
von Dethleffs

Wintercamping mit Reisemobil

Chefredakteurin von outdoormind.de Romina Lemmert testet das Wintercamping mit einem Dethleffs Reisemobil und hat wertvolle Tipps.

Wintercamping mit Dethleffs - Ein Bericht von Romina Lemmert:

Bei der Outdoormind Ski Safari 2015 war das Dethleffs Esprit Comfort (T7150-2EB) Wohnmobil unserer Begleiter beim Wintercamping. Das elegant designte Wohnmobil bietet alles, was man sich nur Wünschen kann. Von einer kleinen Küche, über die komfortablen Schlafsysteme bis hin zur schönen Inneneinrichtung. Für Winterfans bietet sich das Comfort Modell, denn die moderne Doppelboden-Konstruktion macht das Wohnmobil absolut winterfest. Sogar die Modelle ohne Doppelboden (wie wir eines hatten) sind wintertauglich, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Mit dem Dethleffs Esprit Comfort auf Tour

Die Abholung erfolgt unkompliziert bei McRent in Isny. Von dort aus geht es zurück in die Schweiz, um das Wohnmobil zu beladen. Wir sind positiv überrascht, wie hervorragend sich das Fahrzeug trotz der Höhe und Länge lenken lässt. Für Fahrer, die nicht gewohnt sind ein Wohnmobil zu fahren ist das nur anfangs eine kleine Umgewöhnung, aber schnell klappt es wie von selbst. Angenehm ist, dass man nahezu überall halten kann, um zu campen oder einfach nur zu kochen. Die Inneneinrichtung ist sehr ansprechend und durch die Fenster plus großes Dachfenster ist auch für viel Licht tagsüber gesorgt. Besonders für unsere Ski Safari ist die große Heckgarage praktisch. Sämtliches Ski Equipment kann dort gelagert werden, da diese sogar beheizt ist. Und auch beim Schlafkomfort muss man auf nichts verzichten dank komfortablem System mit 150 mm starken Matratzen und Lattenrosten.

Unsere Reiseroute

Getreu dem Motto "der Schnee ist das Ziel" machen wir uns also auf den Weg. Start ist zuhause in der Schweiz und nach Schneevorhersage geht es nach Gressoney am Monte Rosa, wo wir einen wunderbaren Campingplatz, 5 Gehminuten vom Lift entfernt finden. Dort bleiben wir 2 Tage, bevor es dann weiter nach Sestriere im Piemonte geht. Dort gibt es zwar keinen Campingplatz, aber es ist ohne Probleme möglich dort direkt neben dem Lift auf dem Parkplatz zu stehen. Praktisch: Wir wachen morgens mit Bergblick und einem traumhaften Sonnenaufgang auf und sind die ersten am Lift. Sestriere ist ein sehr nettes Skigebiet mit schönen Treeskiing-Möglichkeiten und einem guten Preis- Leistungs-Verhältnis. Unsere „wePowder App“ sagt uns als nächstes voraus, dass wir in der Gegend bleiben sollten und so geht es für uns nach Montgenèvre, welches sich ebenfalls im Gebiet von Via Lattea befindet. Dort finden wir einen riesengroßen Campingplatz, der circa 10 Gehminuten vom Lift entfernt ist. Hier zieht man einfach ein Parkticket, wird mit Strom und Wasser versorgt und bleibt so lange wie man möchte. Am Ende zahlt man an einem Automaten. In Montgenèvre haben wir zwei super Powdertage.

Von dort aus geht es früh morgens weiter nach La Grave, wo unser Skiguide uns empfängt. Dieser Tag ist wohl einer der besten des ganzen Trips! La Grave lässt jedes Freeriderherz höher schlagen. Auch das Wohnmobil kann man dort einfach parken und direkt zum Lift laufen.

Die letzten beiden Tage verbringen wir in Val d`isere. Leider ist es hier nur schier unmöglich mit einem Wohnmobil unterzukommen. Das ist wohl wirklich der einzige Wermutstropfen, denn sonst ist das Skigebiet Weltklasse. Wir empfehlen in einem Ort weiter oder ganz unten in Bourg-Saint-Maurice zu campen. Dort befinden sich auch zwei Campingplätze und diverse Einkaufsmöglichkeiten.

Unser Finale der Ski Safari wollen wir in Chamonix verbringen, doch leider will uns Frau Holle nicht bescheren. Also machen wir uns direkt auf den Rückweg in die Schweiz.

Wir sagen Daumen hoch für das Luxusgefährt und der Flexibilität, die mit einem Wohnmobil gegeben ist. Dieses Freiheitsgefühl ist unbeschreiblich und einem steht quasi alles offen. Man darf nur keine Scheu vor Kilometern haben und muss natürlich auch selber eine gewisse Flexibilität mitbringen, wenn man so kurzfristig planend unterwegs ist. Tolle Erfahrung und können wir jedemempfehlen, der Abenteuer im Schnee sucht!

Wintercamping Tipps

Nachdem wir 10 Tage im Schnee mit einem Wohnmobil unterwegs waren haben wir auch einige Dinge zum Thema Wintercamping gelernt, die wir euch gerne mitgeben möchten.

  • Winterreifen und Schneeketten sind Pflicht, wenn man sich im Winter in den Bergen befindet
  • Schaufel, Besen und Streusalz sollte man dabei haben
  • bei wintertauglichen Wohnmobilen empfiehlt sich eine Isolierung für die Fensterfront und für den Boden z.B. ein Teppich und Hausschuhe nicht vergessen
  • das Stromkabel immer sicher verlegen damit es nicht von einem Schneepflug o.ä. beschädigt werden kann
  • die Gasanlage darf nur mit Propan/Butan-Gemisch betrieben werden. 11 kg reichen je nach Kälte und Heizverhalten 2-3 Tage
  • bei wintertauglichen Wohnmobilen bereits einen Tag vor Abfahrt die Heizung anmachen und über die gesamte Zeit des Trips laufen lassen, da sonst Rohre einfrieren können und es dann auch sehr kalt im Wohnmobil wird
  • generell gilt beim Campen: das Wohnmobil aufrecht parken, damit das Abwasser ablaufen kann
  • Wintercampingplätze gibt es ein paar, aber nicht sehr viele, deswegen vorher informieren oder vor Ort beim Tourismusamt
  • wild campen ist grundsätzlich möglich, zwischendurch ist es aber natürlich schon praktisch, die Batterie mit Strom aufzuladen und Wasser auf einem Campingplatz aufzufüllen. Wir sagen die Mischung macht es!

Autor: Romina Lemmert / Outdoormind.de