Wandern auf Sizilien: Rundwanderung auf den Monte San Salvatore

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von FREEONTOUR

Wandern auf Sizilien: Rundwanderung auf den Monte San Salvatore

Westanstieg auf den Monte San Salvatore vorbei an endemischen Tannen zum zweithöchsten Punkt der Madonie

FREEONTOUR-Tipp aus dem Rother Wanderführer Sizilien: Auf dieser ausgedehnten Wanderung präsentieren sich die Madonie von ihrer typischen Seite: Auf den abgerundeten Hügelkuppen wechseln sich kahle, verkarstete Hänge wie ein Flickenteppich mit dichtem grünem Wald ab und es erstrecken sich Bergketten mit markanten Felszacken. Zudem begegnet man als Rarität einigen der endemischen, unter Naturschutz stehenden Nebrodi-Tannen, den Abies Nebrodiensis, deren botanischer Name darauf zurückgeht, dass die Madonienberge früher zu den Nebrodi zählten. Der Gipfel des Monte San Salvatore ganz im Süden der Madonie bietet einen weitreichenden Rundblick, im Norden blicken wir fast in Augenhöhe über die Hochflächen des Pizzo-Carbonara-Stockes.

Basics zur Wanderung 

Dauer: 5 Stunden, 30 Minuten
Schwierigkeitsgrad: mittel
Ausgangspunkt: Eisentor der Forstverwaltung an der SP 119, 1281 m 
Autoanfahrt: Auf der SP 119 von Polizzi Generosa Richtung Portella Colla und 8,5 km nach Polizzi Generosa an einem grünen Eisentor und Naturparkschild Località Quacella auf der rechten Seite parken (von der Portella Colla kommend sind es 3,3 km).
Höhenunterschied: 740 m
Anforderungen: Recht lange Wanderung, fast durchgehend auf deutlich markierten Wegen, wenig Schatten
Einkehr: Keine
Hinweis: Zwischen 1. und 15. August finden Prozessionen zu der dann geöffneten Wallfahrtskirche Santuario Madonna dell’Alto statt.

Beschreibung der Wanderung 

Hinter dem Eisentor an der Contrada Quacella (1) beginnt die Tour auf dem Forstweg, der nach links ein Stück parallel zur Straße hinaufführt. Nach einer Rechtskehre haben wir bald freie Sicht über die bizarren Felsformationen der Bergkette, an deren Fuß wir entlangwandern. Der breite Weg führt mit beeindruckenden Tiefblicken durch das zerklüftete Tal Madonna degli Angeli auf das Dörfchen Polizzi Generosa um die Bergkette herum. In einer Linkskehre verlassen wir den Schotterweg in Richtung des Wanderwegweisers Nr. 16 »Sentiero Abies« etc. (2) geradeaus über einen Holzsteg. Auf dem schön angelegten, mit einem Holzgeländer gesicherten Pfad queren wir den Bachgrund nach rechts und folgen dem breiteren Pfad. Vor einem Gatter kommen wir zur ersten eingezäunten endemischen Nebrodi-Tanne und steigen links um den Zaun herum in Serpentinen weiter aufwärts, nunmehr durch lichten Laubwald.

Wir queren einen weiteren Talgrund, kommen an den Nebrodi-Tannen 16+17 vorbei und gewinnen in weiten Serpentinen durch den Buchenwald an Höhe. Schließlich stoßen wir auf einen den Hang querenden Weg - rechts geht es nach Polizzi Generosa, wir folgen weiter dem Sentiero 16 Richtung Piano Grande (3) nach links. Unser Pfad quert einen mit Kalksteinen übersäten Hang – auch hier rechts oben eine Nebrodi-Tanne – und führt durch einen kleinen Wald. Schließlich kommen wir über Grasmatten mit einem Fahrweg aus einem Wald heraus und wandern auf den offenen Karsthängen über eine flache Hangschulter. An einem Rechtsabzweig geradeaus vorbei, treffen wir im Wald wieder auf einen Forstweg (4). Wir gehen hier rechts und am folgenden Abzweig wieder rechts (Sentiero 3 Piano Grande) auf dem Forstweg durch einen Zaun.

Mit der teils betonierten Fahrspur erreichen wir bergauf die freie Hochfläche Piano Grande und kommen in einem weiten Linksbogen an eine beschilderte Weggabelung (5). Wir nehmen den linken Ast durch eine Schranke, nunmehr auf dem Sentiero 3a Richtung Monte San Salvatore. Wir halten auf eine mit Antennen bestandene Kuppe zu und bleiben nach zwei Serpentinenkehren an einem Rechtsabzweig auf dem Hauptweg geradeaus. Der Weg beschreibt einen scharfen Rechtsbogen. Kurz vor fünf dünnen Antennenstäben verlassen wir den breiten Weg im spitzen Winkel nach links, passieren eine eingezäunte Gittermastantenne (6) rechts und sehen nunmehr unser Gipfelziel mit einem Betonpfosten vor uns. Von hier suchen wir einen Weg über den Bergrücken, steigen auf der rechten Hangseite durch einen letzten mit Zwergbuchen bestandenen Sattel (7) und weiter geradeaus auf dem Kamm zum Gipfel des Monte San Salvatore (8) hinauf. Im Süden können wir am Ende eines kurzen Bergrückens die Kirche Madonna dell’Alto ausmachen. Wir genießen den Rundumblick, im Westen über das gesamte Himera-Tal hinweg. Der Weiterweg führt auf der Aufstiegsroute wieder zurück in den Zwergbuchensattel (7) und von dort auf unserem Hinweg bis zu dem Abzweig mit der Schranke (5) mit dem Schild Piano Grande. Über den betonbefestigten Forstweg gelangen wir wieder durch den Zaun und schließlich links hinunter bis zum Abzweig (4) unseres Hinweges, auf dem wir von links gekommen sind. Hier halten wir uns geradeaus und wandern vorbei am Rifugio Forestale (9) auf der breiten Kiesstraße, eingerahmt von zackigen Felsen, mit dem Talgrund zur Linken bequem abwärts. Im Bereich einiger Serpentinen kommen wir am Holzsteg (2), über den links der Hinweg abzweigte, vorbei und gelangen auf dem bekannten Fahrweg bergab durch Wald zum Ausgangspunkt an der Contrada Quacella (1) zurück. 

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