Unzählige Höhenmeter mit dem Reisemobil

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Unzählige Höhenmeter mit dem Reisemobil

anita
von Dethleffs

Unzählige Höhenmeter mit dem Reisemobil

Der Hobbyfotograf Florian Aletsee legte mit dem Dethleffs T 6767 viele Höhenmeter zurück und verzaubert uns dabei mit sagenhaften Aufnahmen einer traumhaften Gegend.

Isny - Fälensee - Wildsee - Julierpass - Silsersee - Stilfserjoch - Pragser Wildsee - Lago di Sorapis - Eibsee

Der Hobbyfotograf Florian Aletsee zeigt uns auf seiner Route die schönsten Plätze und Pässe. Lassen Sie sich verzaubern.

Am Montag, dem 21.08.2017 war es endlich soweit und so fuhren wir voller Vorfreude nach Isny zur McRent Station, um das Dethleffs Wohnmobil, unseren Begleiter für die nächsten Tage, abzuholen. Nach kurzer Einweisung konnte unsere langersehnte Reise beginnen. Als Hobbyfotograf war es schon lange mein Wunsch, mit dem Reisemobil in die Berge zu fahren und mit meiner Linse die Schönheit unserer Natur einzufangen.

Unser erstes Ziel war das Appenzellerland, genauer gesagt Frümsen, ein 95 km entferntes, verträumtes Dorf in der Schweiz. Hier war der Ausgangspunkt für unsere erste Tour zur Saxer Lücke und dem Fälensee. Nach einer anstrengenden Tour freuten wir uns auf die erste Nacht im Dethleffs Trend T 6767, der sich für uns als Paar perfekt erwies. Dank des Hubbetts hatten wir jede Menge Platz im Reisemobil und Stauraum ohne Ende. Die kompakten Maße passten prima zu unserem Vorhaben, viele Höhenmeter zurückzulegen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es weiter in Richtung Bad Ragaz zum Parkplatz der Pizolbahn. Durch die Übernachtung vor Ort, war es uns möglich mit der ersten Gondel auf den Pizol zu fahren, um anschließend eine schöne 5-Seen-Wanderung zu machen. Nach gemeisterten 14 Kilometern mit 800 Höhenmetern ging es per Gondel wieder ins Tal hinab. Wir stärkten uns mit Pasta im Wohnmobil, um die Weiterfahrt zum 90 Kilometer entfernten Julierpass im Kanton Graubünden anzutreten. Am frühen Abend erreichten wir die Passhöhe mit 2284 m ü. M., wo wir direkt mit dem Wohnmobil einen traumhaften Platz für die Nacht fanden.

Die Fahrt dorthin war sehr imposant, mit tollen Ausblicken in die Täler und einigen schlangenlinigen Passagen. Das Wohnmobil bestach hier durch seinen kleinen Wendekreis und den spritzigen Motor.

Am nächsten Morgen stand die Abfahrt nach Silvaplana, direkt am wunderschön gelegenen Silsersee, an. Dort suchten wir uns einen tollen Platz, um in aller Ruhe und unmittelbar am See frühstücken zu können. Am späten Nachmittag ging es weiter zum Malojapass, um diesen bekannten Schweizer Alpenpass einmal gefahren zu sein. Abends checkten wir am Camping Silvaplana ein, um die Vorteile von einem Campingplatz mit externer Stromversorgung und Auffüllen des Wassertanks zu genießen.

Spontan ging es am Freitag zur historischen Eisenbahnbrücke, dem Landwasserviadukt der Rhätischen Bahn nahe Filisur. Die Fahrt dorthin war sehr spannend, mit teilweise sehr engen Passagen und großen Steigungen über den 2312 m hohen Albulapass und am traumhaften gelegenen Palpuognasee vorbei. Die Nacht konnten wir glücklicherweise direkt in Nähe der besagten Bahnlinie verbringen, um in den frühen Morgenstunden die ersten Züge bestaunen zu können.

Später fuhren wir über den Berninapass (2330 m) weiter nach Sfazu, wo wir noch kurz in den Supermarkt gingen, um Lebensmittel zu besorgen. Der Kühlschrank hat uns durch die Größe, viele Staufächer und die tolle Kühlleistung wirklich überzeugt. Für den nächsten Morgen war eine Tour zum Lago di Saoseo geplant, weshalb wir direkt am Wanderparkplatz unser Wohnmobil für die Nacht geparkt haben. Dies war sehr praktisch, da wir so früh morgens aufbrechen konnten und keine Zeit durch eine Anreise verloren haben. So war es uns möglich, noch vor den ersten Sonnenstrahlen die 700 Höhenmeter zu bewältigen und die schöne Morgenstimmung am See genießen zu können. Zurück am Wohnmobil grillten wir das erste Mal am Camper, um nicht hungrig auf die 262 km lange Weiterreise nach Italien zu gehen, welche noch nachmittags anstand.

Unser nächstes Ziel war der traumhafte gelegene Pragser Wildsee, welcher sich mitten in den Dolomiten im Südtirol befindet. Dort gibt es direkt am See die Möglichkeit mit dem Wohnmobil zu übernachten, was wir selbstverständlich wahrgenommen haben. Am Abend durften wir noch eine grandiose Abendstimmung mit einem spiegelglatten See genießen.

Durch die Nähe zum See und dem Camper, war es uns wieder problemlos möglich, schon in den frühen Morgenstunden den Sonnenaufgang am See erleben zu können. Nach einem ausgiebigen Frühstück stand die Weiterfahrt zum Lago di Misurina, welcher mitten in den beeindruckenden Zinnen der Dolomiten liegt. Anschließend stand die Auffahrt über die Passstraße auf 2333 m ü. M unmittelbar neben der Auronzohütte an. Eine wunderbare Strecke mit einem tollen Blick auf die weltbekannten drei Zinnen.

Hier besteht die Möglichkeit, in unmittelbarer Nähe zu den drei Zinnen mit dem Wohnmobil auf dieser Höhe zu übernachten. Der Sonnenuntergang vor dieser Kulisse war unglaublich schön und ein Farbenspektakel.Im Anschluss daran kochten wir im Reisemobil und gegen Mitternacht haben wir den Milky Way bei wolkenfreiem Himmel begutachten können.

Am nächsten Morgen standen wir sehr früh auf, machten ein kurzes Frühstück und begaben uns auf den wunderbaren Rundweg um die drei Zinnen. Das Gute an dieser Uhrzeit war, dass wir keinem anderen Wanderer begegnet sind und so die Ruhe genießen konnten.

Wieder zurück am Wohnmobil angekommen, legten wir uns nochmal in die komfortablen Betten und ruhten uns etwas aus. Gestärkt mit einer Mahlzeit begaben wir uns später auf die Abfahrt ins Tal und machten einen erneuten Halt am Misurinasee, da uns dieser so gut gefallen hat. Deshalb suchten wir uns dort auch in der Nähe einen tollen Platz für die kommende Nacht.

Am nächsten Tag machten wir eine Tagestour um den wunderbaren Lago di Sorapis, der uns mit seinem türkis-milchigen Wasser beeindruckte. Die Wolkenstimmung dort in Kombination mit dem spiegelnden Wasser war einmalig. In der Dämmerung stiegen wir wieder hinab ins Tal. Angekommen am Wohnmobil freuten wir uns sehr auf die Standheizung, da es mittlerweile kalt geworden war. Innerhalb weniger Minuten war das Fahrzeug sehr angenehm warm und wir ließen den letzten Abend noch mit einem Feierabendbier ausklingen.

Nach einem gemütlichen Frühstück traten wir also die Rückfahrt in das ca. 300 km entfernte Isny an. Wir hatten unheimlich viel Glück mit dem Wetter, da es nur zweimal kurz geregnet hat und wir zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise in Nähe vom Wohnmobil waren.

Die Reise war unglaublich schön und hat großen Spaß gemacht. Ich würde diese Route jedem nur weiterempfehlen, da es eine super Mischung aus Seen, Pässen und beeindruckenden Bergen ist.

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anita
von Anita