Kultur- und Seenwanderung in Templin

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Kultur- und Seenwanderung in Templin

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Kultur- und Seenwanderung in Templin

Begegnung mit einer hübschen historischen Stadt und ihrem Stadtsee

Wandertipp aus dem Rother Wanderführer Uckermark: Die 16.000-Einwohner-Stadt Templin ist genau wie Lychen von einem Seennetz umsäumt. Templin durchlebte eine wechselvolle Geschichte. 1574 überschwemmt, 1637 während des Dreißigjährigen Kriegs zerstört, 1735 abermals durch einen Brand vernichtet und dann zu Ende des Zweiten Weltkriegs erneut heimgesucht. Berühmt war Templin durch das Joachimsthalsche Gymnasium, eine ursprünglich 1607 in Joachimsthal durch Kurfürst Joachim Friedrich gegründete Lehranstalt für begabte Jungen, die 1912 nach Templin verlegt wurde und im alten Preußen als elitäre Kaderschmiede besten Ruf besaß. 

Ihre hochrepräsentativen Gebäude in der Prenzlauer Allee dienten nach 1945 der sowjetischen Armee als Lazarett und beherbergten in der DDR-Zeit verschiedene Bildungseinrichtungen. Sehenswert sind in der hübschen Innenstadt das spätbarocke alte Rathaus, viele original erhaltene Fachwerkhäuser und vor allem die 1800 m lange, vollständig erhaltene Feldstein-Stadtmauer mit einigen gotischen Stadttoren und Türmen. In Templin verbrachte übrigens Bundeskanzlerin Angela Merkel ab 1957 ihre Kindheit – ihr Vater hatte damals die Stelle als evangelischer Geistlicher an der Stadtkirche übernommen. Die Kombination von Stadtwanderung mit einer Seenumrundung macht diese Tour besonders attraktiv.

Daten zur Tour 

Dauer: 2 Stunden, 45 Minuten
Schwierigkeitsgrad: leicht
Ausgangspunkt: Templin, Historisches Rathaus auf dem Marktplatz, 63 m
Höhenunterschied: 50 m
Anforderungen: Eine mittellange, einfache Tour. Die Abschnitte entlang der Stadtmauer verlaufen auf befestigten Wegen, die Strecke entlang des Sees auf teilweise schmalen und wurzelreichen Pfaden, die bei Nässe schwer begehbar sein können.
Einkehrmöglichkeiten: Templin: im Zentrum u. a. Restaurant Zur Bratpfanne, Am Markt 15, Tel. 03987/2008820; unterwegs am Weg: Restaurant Fährkrug, Fährkrug 1, Tel. 03987/480.
Sehenswürdigkeiten: Stadtgeschichtsmuseum im Prenzlauer Tor, Tel. 03987/2000526, geöffnet Mai–Sept. Di–Fr 10–17 Uhr, Sa/So 13–17 Uhr, Okt.–April Di–Fr 10–16 Uhr und Sa/So 13–15 Uhr.
Varianten: Wer den Weg entlang der Stadtmauer weglassen möchte, geht vom alten Rathaus über die Mühlenstraße direkt zum Mühlentor bzw. läuft am Schluss der Seeumrundung vom Prenzlauer Tor über die Ernst-Thälmann-Straße direkt wieder zum Marktplatz.
Tipp: Am See gibt es mehrere kleine Badestellen.

Beschreibung der Rundtour

Vom alten Rathaus am Marktplatz von Templin (1) gehen wir über die Hauptdurchgangsstraße der Innenstadt (Mühlenstraße bzw. die Obere Mühlenstraße) südostwärts bis zum Durchbruch der Stadtmauer und dort nach rechts, unmittelbar an der Innenseite der Mauer entlang. An der Ecke zur Rühlstraße passieren wir den Eulenturm und gleich danach einen Durchlass zum alten Gefängnis (heute Café). Weiter geht es an der Mauer entlang bis zum Berliner Tor, durch das die Berliner Straße führt, und nach weiteren 500 m mittelalterlicher Mauerromantik ist das Mühlentor (2) erreicht. Hier gehen wir nach links, über die Brücke des Templiner Sees und gleich danach an der ersten Einmündung nach rechts in die Alte Knehdener Straße, in der der Seerundweg beginnt (im Allgemeinen gekennzeichnet durch einen diagonalen grünen Balken, der aber entlang der Route nicht überall und nicht folgerichtig im Gelände angebracht ist). Nach etwa 250 m biegen wir nach rechts in die Weinbergstraße ab und kommen durch eine Vorortsiedlung. Nach 600 m zweigt nach rechts ein schmalerer Weg hinunter zum Seeufer ab. Auf diesem laufen wir nun unterhalb hübscherer und weniger hübscher Häuser und Villen mit terrassenartigen Gärten am See entlang.

Eine besondere Sehenswürdigkeit ist dabei eine große private Garteneisenbahn (3), die sich vom Weg aus bestaunen lässt. Dann passieren wir das nette Café Seeblick. Bald danach verlässt der Weg den bebauten Uferbereich und schlängelt sich nur noch am Hang und direkt am Wasser durch lichte Mischwälder – der sicherlich schönste Abschnitt der Wanderung. Knapp 2,5 km nach dem Café erreichen wir nahe der östlichen Seespitze ein offenes Feld, wo der Weg nach links schwenkt und sich zweimal rechts abbiegend der Gleuenbrücke (4) zuwendet. Wir gehen hoch zur Brücke, überqueren sie auf einem befestigten Weg und laufen auf diesem an einer kleinen Datschensiedlung vorbei bis zur Teerstraße Boitzenburg–Templin. Hier biegen wir rechts ab, folgen dieser Straße etwa 400 m bis zur B 109 Prenzlau–Templin und gehen auf dieser ein kleines Stück bis zum pompösen Restaurant Fährkrug (5), wo die stillgelegte Eisenbahnlinie Prenzlau–Templin die Straße auf einer Brücke kreuzt. Hier gab es bis ins 17. Jh. eine Fähre über den Bruchsee.

Unmittelbar danach gehen wir nach nach rechts wieder zum Seeufer. Nun wandern wir auf einem teilweise schmalen Pfad in leichtem Auf und Ab am Ufer entlang. Wir kommen an einem Rastplätzchen mit Schutzhütte vorbei und nach knapp 2 km erreichen wir eine alte Seebadeanstalt (6) unterhalb der eindrucksvollen Gebäude des Joachimsthalschen Gymnasiums. Weiter auf dem Seeweg treffen wir nicht weit davon die sogenannte Jungfernquelle: Der Sage nach entquellen hier die Tränen eines Mädchens, das 1313 aus Gram um ihren ermordeten Geliebten gestorben sein soll. Bald führt uns der Uferweg etwas ansteigend zur B 109, die wir kurz tangieren, dann entfernen wir uns nach rechts von ihr, um nach etwa 300 m wieder direkt zu ihr zurückzukehren. Nun gehen wir auf ihr stadteinwärts, vorbei am eigenartigen Hinweisschild zu einer Nudelmesse. Templin ist der Sitz der merkwürdigen Kirche des fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e. V., einer Art Satire-Konfessionsgemeinschaft. Dann kommen wir zum Prenzlauer Tor (7) mit dem Stadtmuseum und gehen hier nach rechts, wieder an der Innenseite der Stadtmauer entlang, bis zum Mühlentor (2) und hier nach links, über die Mühlenstraße hinauf zum Ausgangspunkt am Marktplatz von Templin (1).

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Die hier beschriebene Stadt- und Seentour in Templin sowie 45 weitere Vorschläge für Wanderungen zwischen Schorfheide und dem Nationalpark Unteres Odertal finden Sie im Rother Wanderführer Uckermark und auch in der Rother TourenApp

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