Skytrail: Spaziergang auf Wolken und Stahlträgern

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Skytrail: Spaziergang auf Wolken und Stahlträgern

Ein munterer Erfahrungsbericht vom Klettererlebnis auf dem neuen Skytrail im Allgäu.

Mulmig wird einem schon, steht man vor dem gewaltigen Gerüst mit den vielen Seilen, Brettern und Balken. Aus der Entfernung sah die ganze Konstruktion etwas übersichtlicher aus. Doch zum Kneifen ist es zu spät. Ich bin „angeschnallt“ und startklar für meinen luftigen Gang durch den Skytrail.

Vorletzten Sommer wurde der große Alpsee im Immenstädter Ortsteils Bühl um eine Attraktion reicher. Im Juli eröffnete die Alpsee-Immenstadt Tourismus GmbH dort den „Alpsee Skytrail“, zu Deutsch: „Himmelspfad“. Besucher können in dem Gerüst, durch einen Gurt abgesichert, erste Klettererfahrungen sammeln.
Das Projekt im Vorhinein und mit passendem Bildmaterial vorzustellen, ist nicht einfach: Weltweit gibt es nämlich nur etwa ein Dutzend Skytrails, konstruiert von der Immenstädter Firma Faszinatour. Einen davon haben wir ausprobiert.

Einer der höhentauglichen Tester – das bin ich – steht noch unschlüssig auf der ersten Ebene in übersichtlicher Höhe. Einen „himmlischen Pfad“ habe ich mir anders vorgestellt. Vor mir liegen drei mögliche Wege. Ich überlege, welcher am vertrauenswürdigsten aussieht, als jemand hinter mir vorbeizieht. Annika Lehr, Leiterin der Tourismus GmbH und Gelassenheit in Person, stapft die Treppen zur oberen Ebene hinauf: „Unten ist es mir zu voll.“ Damit setzt sie den Fuß auf das erste Trittelement. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Rauf auf Etage Zwei.

Video: Alpsee Skytrail Immenstadt


Kein Kletterwald

Hier oben weht einem der Wind schon stärker um die Nase. Kein Wunder – bewegt man sich doch auf sportlichen zehn Metern Höhe. Damit ist der höchste Punkt in diesem Klettergerüst erreicht. Die Immenstädter wollen ein drittes Stockwerk draufpacken: Elf Meter soll der Alpsee Skytrail messen. Puh! Ich halte meine Sicherungsleine fester umklammert als Tarzan seine Liane und setze den Fuß auf eine Seilkonstruktion zu meiner Rechten.

Das Sicherungssystem ist es, was den Skytrail im Wesentlichen von herkömmlichen Klettergärten unterscheidet: Denn dort werden die „Probanden“ mit zwei Sicherungen ausgestattet und müssen sich bei jeder Richtungsänderung zweimal aus- und umhängen. Im Skytrail fährt die Sicherungsleine an einer Laufschiene immer mit. An den Knotenpunkten hat man so die Wahl, ohne lästiges Umhängen in verschiedene Richtungen zu gehen. Sind in einer Richtung zu viele „Kletterkollegen“ unterwegs, sucht man sich einfach eine weniger frequentierte Richtung aus.

Grenzerfahrung

Meine derzeit nur von mir frequentierten „Laufseile“ sind eine wackelige Angelegenheit. Das Element, auf dem ich mich Zentimeter für Zentimeter „vorwärts schwanke“, besteht aus vier dicken Seilen: Zwei für die Hände, zwei für die Füße. So weit, so gut. Erst nach einem Meter erkenne ich den Hinterhalt. Die Handseile sind in der Mitte mit den unteren Seilen verbunden, führen also im 45 Gradwinkel nach unten.

In der Mitte ist man gezwungen, sie loszulassen – es sei denn, man hat Arme wie ein Orang-Utan. Ratlos, mit Händen auf Kniehöhe, balanciere ich in der Luft. Vielleicht sollte ich die Handseile einfach los…uiuiui lieber nicht. Peinlich berührt trete ich, Hinterteil voraus, den Rückzug an.

Glücklicherweise bestehen nicht alle Kletterelemente hier aus Seilen: Da gibt es Trittbalken, Stangen, Stufen und Netze. Ich entscheide mich für einen „einsteigerfreundlichen“ Wackelbalken, immer brav meine Leine vor mir herschiebend. Trotz meines ersten Scheiterns macht das abgesicherte Spazieren in schwindelerregender Höhe Spaß. Wetten werden abgeschlossen, wer wohl die meisten Wege schafft.

Krabbe in den Seilen

„Bianca? Brauchst du Hilfe?“, fragt kurz darauf jemand – verhaltenes Lachen in der Stimme – unter mir. Ich blicke nach rechts. Da hängt Bianca, meine Kollegin, sprichwörtlich in den Seilen. Nämlich denen, die mich vorher in die Knie gezwungen haben. Auf Bianca trifft die Beschreibung gerade ebenfalls zu: Breitbeinig wie eine Krabbe und konzentriert schiebt sie einen Fuß nach dem anderen über die Seile. Für kurze Zeit sieht es aus, als müsse man ihr tatsächlich zur Hilfe eilen. Doch sie schafft es mit ihrem unorthodoxen Krabbengang tatsächlich über den haltlosen Mittelteil hinaus und bekommt die Handseile zu packen. Auf der anderen Seite erwartet sie Applaus von uns Mitkletterern. Sie hat es, mehr oder weniger elegant, über jedes Hindernis im Trail geschafft.

Trittsicherheit, Balance, Schwindelfreiheit und Geschicklichkeit sind erforderlich im Skytrail. Alles Fähigkeiten, die man später in der Bergwelt ebenfalls haben muss. In dem Klettergerüst erfahren zukünftige Bergsteiger, wo die eigenen Grenzen sind, ohne sich in Gefahr zu begeben. Hängen, pendeln, balancieren, greifen, loslassen, nachfassen, den eigenen Körper spielerisch erfahren und die Grenzen testen – das ist der Sinn des Skytrails, der am Alpsee entsteht. Bianca und ich werden uns auf jeden Fall mal „reinhängen“. Noch steht offen, wer der größte Klettermax in der Redaktion ist.

Berge für Einsteiger

Der Skytrail ist der vorweggenommene Höhepunkt eines Erlebnisparcours, der am Alpsee entstehen soll. Unter dem Motto „Berge für Einsteiger“ behandeln 13 Stationen wichtige Verhaltensregeln in den Bergen: Richtige Ausrüstung, Lawinenkunde, Bergwetter und vieles mehr wird auf dem Pfad veranschaulicht und - wie auf dem Skytrail – erlebbar gemacht.

Die geplanten Stationen werden durch ein interaktives Programm und ein Punktesystem miteinander verbunden. Der Lehrpfad wird voraussichtlich im Jahr 2017 eröffnet.

Familienabenteuer mit Nervenkitzel

Auch die Kleinsten dürfen sich im "Kiddi-Parcours" gefahrenlos austoben und Klettererfahrungen sammeln. Gekraxelt wird auf einer Höhe von 80 cm gesichert mit einem Klettergurt. Die Eltern können an jedem Kletterelement natürlich Hilfestellung geben.  

Der FREEONTOUR-Touren-Tipp bei Immenstadt

Wer in der Alpsee-Region Urlaub macht der hat die Berge direkt vor der Haustüre, besser gesagt: Vor der Wohnmobiltüre. Tolle Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden laden zum Aktiverlebnis ein. Wie wäre es z.B. mit einem Ausflug auf das Immenstädter Horn, vom dem man einen wunderschönen Ausblick über das Oberallgäu, die Nagelfluhkette und den Alpsee hat? Zu Beginn ist Kondition beim Aufstieg gefragt, später folgt man dem langen aber einfachen Rundwanderweg und den gemütlichen Almwegen. Die mittelschwere Tour dauert ca. 4:30 Stunden bei einer Strecke von 11km.  

Weitere Info' s: Alpsee Immenstadt Tourismus GmbH, AlpSeeHaus, Seestraße 10, 87509 Immenstadt, Tel. 08323/9988771, Informationen zu Öffnungszeiten (10 bis 18 Uhr, bei gutem Wetter auch länger) und Preisen gibt es bei der Alpsee Immenstadt Tourismus GmbH oder direkt unter Alpseeskytrail .

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