Skandinavien 2019: Die Top 3 Locations für die Jagd nach dem Polarlicht

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von FREEONTOUR, Titelbild: Asaf Kliger/imagebank.sweden.se

Skandinavien 2019: Die Top 3 Locations für die Jagd nach dem Polarlicht

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Top-Spots in Norwegen, Schweden und Finnland für die Aurora Borealis

Kaum ein Naturphänomen hat in den vergangenen Jahren so viele Besucher zu einer Reise angeregt wie die Aurora Borealis – auch bekannt als Polarlicht oder Nordlicht. Das Problem ist nur: Ob, wann und wo die Aurora Borealis ihren magischen Tanz am Himmel zeigt, kann niemand so genau vorhersagen. FREEONTOUR hat aber drei Orte im Norden Skandinaviens lokalisiert, wo die Chancen auf eine Sichtung gerade im Februar und März gut stehen. Eigentlich perfekt für eine kleine Tour mit dem Wohnmobil im nordischen Frühlingswinter.

Wann ist die beste Jahreszeit für die Jagd nach dem Polarlicht?

Diese Frage zuverlässig zu beantworten, ist nahezu unmöglich. Manchmal reist man zur vermeintlich besten Zeit im Februar in den Norden von Skandinavien ohne auch nur einen Hauch der Aurora Borealis zu sehen, und manchmal überrascht sie einen mitten im August mit einer nächtlichen Performance. Denn entgegen der weit verbreiteten Meinung, die Aurora Borealis sei nur im Winter aktiv, ist sie es natürlich auch während der Sommermonate. Aufgrund der Helligkeit in Norwegen, Finnland und Schweden kann man sie dann aber nicht sehen. Aus diesem Grund gelten die dunkleren Monate von September bis März als die eigentliche Saison für die Aurora Borealis.

Oft heißt es auch, es müsse sehr kalt sein, um das Polarlicht zu sehen. Einen wissenschaftlichen Nachweis gibt es dafür jedoch nicht. Möglicherweise hängt dieser Mythos damit zusammen, dass man die Aurora Borealis naturgemäß am besten sehen kann, wenn der Himmel sternenklar ist – und das wiederum hat zur Folge, dass man die Temperatur als kälter empfindet als bei Bewölkung. Tatsächlich haben Statistiken der vergangenen Jahre gezeigt, dass in den Monaten September, Oktober, Februar und März besonders helle Polarlichter sogar etwas häufiger auftreten als in den kältesten Monaten von November bis Januar. Warum das so ist, wissen auch die Wissenschaftler noch nicht genau. Fest steht aber: Wer winterliche Aktivitäten wie Touren mit dem Schneemobil, Hundeschlitten oder Schneeschuhen oder aber das Skifahren mit der Jagd nach der Aurora Borealis verbinden möchte, der sollte sich im Februar und März auf den Weg in den Norden von Norwegen, Schweden und Finnland machen. Im Januar und Dezember ist es dafür meist noch zu kalt und zu dunkel.

Wo sind die besten Orte, um die Aurora Borealis zu sehen?

Zunächst einmal sollte das Reiseziel im Bereich des so genannten Polarlichtovals bzw. Polarovals liegen. Dieses stellt ein ringförmiges Gebiet um die Polkappe dar, das sich zwischen 70 und 80 Grad geomagnetischer Breite erstreckt. In diesem Bereich oberhalb des Polarkreises stehen die Chancen, die Aurora Borealis zu sehen, generell am besten. Ein weiterer Pluspunkt: Halten Sie sich möglichst weit jenseits der Zivilisation auf, denn je weniger Streulicht von Städten, Straßenlaternen und Autos etc. in Ihrem Umfeld vorhanden ist, desto klarer wird das Himmelsphänomen zu sehen sein. Mal ganz davon abgesehen, dass das unnachahmliche Rauschen der Aurora Borealis draußen in der Natur viel besser zu hören ist, als in stadtnaher Umgebung.

Darüber hinaus sollten alle, die sich auf die Jagd nach dem Polarlicht begeben, idealerweise etwas Zeit mitbringen. Wer nur eine oder zwei Nächte im Bereich des Polarlichtovals verbringt, muss vielleicht aufgrund der Wetterbedingungen die Heimreise antreten, ohne das magische Himmelsspektakel gesehen zu haben. Gerade aufgrund der sich ständig verändernden Wolkendecke sollte man als „Aurora-Jäger“ auch beweglich sein und nicht nur an einem Ort verharren. Entsprechend gibt es mittlerweile im touristischen Norden von Norwegen, Schweden und Finnland auch zahlreiche Unternehmen, die sich auf Polarlichttouren spezialisiert haben und mit ihren Fahrzeugen ständig der Aurora Borealis hinterherjagen. Auch viele Hotels und wintergeöffnete Campingplätze benachrichtigen ihre Gäste mittlerweile per SMS oder Messenger, sobald das Polarlicht am Himmel auftaucht. Kurz: Man sollte genauso flexibel sein wie Mutter Natur selbst.

Hinzu kommt: Das Phänomen der Aurora Borealis ist abhängig von der Sonnenaktivität, die wiederum einen in der Regel 11-jährigen Aktivitätszyklus durchläuft. Entsprechend dieses Rhythmus schwankt auch die Häufigkeit von Polarlichtern, die während des Aktivitätsmaximums im mittleren Bereich des Zyklus am größten ist. Ein solches Maximum lag zuletzt 2013/2014 vor, sodass sich die Sonnenaktivität zurzeit (2019/2020) eher im abnehmenden Bereich befindet. Trotzdem gibt es einzelne Orte, an denen die Chancen vielleicht doch ein wenig größer sind als anderswo. FREEONTOUR stellt die Top-Locations für die Aurora Borealis in Norwegen, Schweden und Finnland vor, die sich auch zu einer Polarlicht-Tour mit dem Wohnmobil verbinden lassen:

Top Polarlicht Location in Schweden: Abisko Nationalpark & Aurora Sky Station

Als einer der besten Orte für die Suche nach dem Polarlicht gilt in Schweden und Skandinavien der Abisko Nationalpark in Schwedisch Lappland. Er liegt inmitten der Aurora-Zone zwischen dem 65. und 72. nördlichen Breitengrad nordwestlich von Kiruna in Richtung der norwegischen Grenze und umfasst eine Fläche von 77 Quadratkilometern. Zudem herrscht hier ein vergleichsweise trockenes Klima vor, so dass der Himmel oft klar ist. Vor allem aber liegt hier in 900 m Höhe auf dem Berg Nuolja die Aurora Sky Station, die per Sessellift ab Abisko auch im Winter gut zugänglich ist. Hier oben auf dem Nuolja gibt es keinerlei künstliches Fremdlicht, so dass das Polarlicht-Erlebnis völlig ungetrübt ist. Der große Pluspunkt: Die Aurora Sky Station verfügt oben auf dem Berg nicht nur über eine große Aussichtsplattform im Freien, sondern auch über große Panoramafenster für all jene, die sich die Aurora Borealis lieber im warmen Inneren der Station anschauen möchten. Um sich die Wartezeit auf die Aurora Borealis zu verschönern und zu verkürzen, kann man sich in der Aurora Sky Station übrigens auch ein exklusives 4-Gänge-Menü gönnen. Camping- und Stellplätze fürs Wintercamping finden sich in der Nähe in Björkliden und Riksgränsen.


Top Polarlicht Location in Norwegen: Tromsø

Ein weiterer Hotspot für Polarlichtjäger in Skandinavien ist Tromsø im Norden von Norwegen. Viele werden nun vielleicht – zurecht – argumentieren, dass es in Norwegen doch bessere Orte mit weniger Lichtverschmutzung geben müsste, um die Aurora Borealis zu beobachten. Dem kann man nicht widersprechen. Besonders schön lässt sich das Polarlicht beispielsweise auf den Lofoten, Vesterålen und auf Spitzbergen beobachten. Tromsø wird aber bei sehr vielen Besuchern wegen der guten Erreichbarkeit bevorzugt. Entsprechend gibt es hier auch zahlreiche Unternehmen, deren Business es ist, Touristen bei aktivem Polarlicht teils mit großen Reisebussen in die Berge rund um Tromsø zu fahren. Versorgt werden sie draußen in der Natur mit warmen Schneeoveralls, heißen Getränken und Snacks. Für all jene, die sich die Aurora Borealis nicht im Pulk einer Reisebusgruppe ansehen möchten, gibt es natürlich immer die Option des eigenen Fahrzeugs oder aber die Fahrt mit der Gondelbahn Fejllheisen auf den Hausberg Storsteinen. Aufwärmen kann man sich übrigens in der Gaststätte Fjellstua an der Bergstation

Top Polarlicht Location in Finnland: Inari, Ivalo & Nellim

Ganz im Norden Finnlands liegen nicht weit voneinander entfernt die Dörfer Inari, Ivalo und Nellim. Statistisch soll die Aurora Borealis hier an rund 200 Nächten im Jahr zu beobachten sein. Schließlich gibt es auch hier ganz im Norden von Lappland kaum Verkehr und Lichtverschmutzung durch künstliche Lichtquellen. Da wundert es wenig, dass sich in dieser Region zahlreiche Anbieter finden, die ganz verschiedene Erlebnisse und Aktivitäten rund um das Thema Aurora Borealis im Programm haben. Dazu zählen beispielsweise auch Fotokurse, um zu lernen, wie man das Polarlicht am besten im Bild festhalten kann. Darüber hinaus gibt es im finnischen Teil von Lappland aber noch viele weitere Spots und auch spezielle Unterkünfte für alle, die auf der Jagd nach dem Polarlicht sind. Ein gutes Beispiel dafür finden sie hier unten: 

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