Schlechtwetteralternative im Campingurlaub: das „Aquatis“ in Lausanne

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von FREEONTOUR, Titelbild: Aquatis Aquarium-Vivarium Lausanne, Sedrik Nemeth

Schlechtwetteralternative im Campingurlaub: das „Aquatis“ in Lausanne

Zu Besuch im größten Süßwasser-Aquarium Europas

Zwei Millionen Liter Süßwasser – gefüllt mit den farbenprächtigsten, sonderbarsten und gefräßigsten tierischen Bewohnern und einer facettenreichen Flora und Fauna: In der malerischen Stadt Lausanne in der französischen Schweiz eröffnete 2017 Europas größtes Süßwasser-Aquarium. Im „Aquatis – Aquarium Vivarium“ betreten Sie faszinierende Süßwasserwelten und erfahren alles Wissenswerte über ihre Entstehung. Das ideale Ausflugsziel für Familien, wenn das Wetter im Campingurlaub mal nicht so mitspielt ... 


Über 150 Fisch-, Reptilien- und Amphibienarten aus fünf Kontinenten warten hier auf die Besucher. Afrikanische Seen, asiatische Mangrovensümpfe, der Fluss Mekong mit seinen schwimmenden Dörfern, der überflutete Urwald am Amazonas – obwohl nur rund 2,5 Prozent der weltweiten Gewässer aus Süßwasser bestehen, tummelt sich eine unglaubliche Artenvielfalt in den Seen und Flüssen. 

Einmal um die Welt – von der Rhone in die Urzeit und bis nach Amazonien

Die Süßwasser-Ausstellung im modern gestalteten „Aquatis“ verteilt sich auf stolze 3.500 Quadratmeter und ist nicht nur eine Reise durch die verschiedenen Süßwasser-Welten unserer Erde, sondern auch eine Zeitreise. Sie beginnt mit dem Kontinent Europa, wo die Rhone die Landschaft, Kultur und Geschichte der Menschen geprägt hat. Weiter geht’s mit dem Alpinen Raum, dessen Höhepunkt eine Eisgrotte darstellt. Die interaktive Inszenierung gibt den Besuchern einen Einblick in das Wechselspiel von Eiszeiten und Wärmeperioden. In den kühlen Becken, die naturgetreu in das alpine Landschaftsbild integriert sind, schwimmen Lachse, Forellen und Äschen.

Abtauchen in den Genfer See 

Als Nächstes taucht man im wahrsten Sinne ab in den Genfer See, den größten Süßwasser-Speicher Westeuropas, wo Lausanne gelegen ist. Hier erleben die Besucher wichtige Naturereignisse aus der U-Bahn-Perspektive – wie den Bergrutsch des Tauredunum vor fast 1.500 Jahren, den darauffolgenden Tsunami oder die Eroberung des Ufers durch den Menschen. Im Themenbereich der Camargue bezaubern Flamingos und der einzigartige Mikrokosmos, der entsteht, wenn Salz- und Süßwasser aufeinander treffen.

Auch einen fesselnden Evolutionsbereich über die Entstehung des Lebens im und um das Wasser beinhaltet das „Aquatis“. Beim Klettern in einen unterirdischen Vulkankrater begegnen die Besucher eindrucksvollen Wesen aus der Urzeit, wie dem über zehn Meter langen Spinosaurus, der vor circa 100 Millionen Jahren Wasser und Land bevölkerte.


Exotische Welten entdecken

Im Afrika-Bereich warten einige der buntesten Süßwasserfische unseres Planeten. Hinzu kommt eine unvergessliche Begegnung mit Krokodilen und ein abwechslungsreiches Landschaftsbild. In Asien lernen Besucher Interessantes über die Fischzucht in Reisfeldern, reisen mit den Wanderfischen an den schwimmenden Dörfern des Mekongs entlang und laufen durch Mangrovenwälder.

Zum Schluss kommt noch ein weiteres Highlight: das Tropenhaus des Amazonas. Es ist das Reich der Riesenbäume, der vielen Wasserfälle, türkisblauer Schwarmfische und kleiner Affen, die sich von Liane zu Liane schwingen. Die Besucher empfinden den Dschungel bei 80 Prozent Luftfeuchtigkeit und 28 Grad hautnah und wandern auf hölzernen Pfaden durch die tropischen Welten.

Klimawandel ist auch im „Aquatis“ ein wichtiges Thema

Neben der Schönheit und Artenvielfalt der weltweiten Gewässer weist die Ausstellung auch immer wieder auf Umweltprobleme wie den Klimawandel und die Verschmutzung der Meere und des Planeten hin. Sie ist ein Erlebnis, das bezaubert und gleichzeitig zum Nachdenken anregt. 


Das „Aquatis“ ist vom 1. November bis 31. März täglich von 10 bis 18 Uhr und vom 1. April bis zum 31. Oktober von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 29 Schweizer Franken (circa 25 Euro) und für Kinder von 5 bis 15 Jahren 19 Schweizer Franken (circa 17 Euro). 

Im Restaurant „Le Piranha“ können Besucher übrigens eine genüssliche Pause einlegen und dabei in aller Ruhe das Treiben im großen Piranha-Becken beobachten.

Weitere Ausflugsziele in Lausanne

Lausanne, die Hauptstadt der Olympischen Bewegung, hat natürlich noch viele weitere Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten für die Familie zu bieten. Zu den Highlights zählt beispielsweise das Olympische Museum, das durch den Einsatz moderner Computertechnik sowie interaktiver audiovisueller Medien auch für Kinder spannend gestaltet ist. Ein weiterer Anziehungspunkt in Lausanne ist die Kathedrale im Herzen der Stadt, die als eines der schönsten Kulturdenkmäler der Gotik in Europa gilt. Bei schönem Wetter locken außerdem viele wunderschön bepflanzte Parks und natürlich diverse Spaziergänge am Genfer See und an der Uferpromenade. Mit Hilfe der Schnitzeljagd-App "Aquaphobia" können Familien all diese Punkte auch auf spannende und sportliche Weise miteinander verbinden. Der Weg führt dabei durch den Park Mon Repos zum Olympischen Park bis zum Ufer des Genfersees in Ouchy. 

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