Rundwanderung durch die Weinberge bei Rüdesheim am Rhein

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Rundwanderung durch die Weinberge bei Rüdesheim am Rhein

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Rundwanderung durch die Weinberge bei Rüdesheim am Rhein

Zu Besuch bei Hildegard und Germania - leichte Genusstour mit kulturellen Highlights abseits des Trubels

Freeontour-Wandertipp aus dem Rother Wanderführer Rund um Frankfurt: Stilvolle Weinberg- und lauschige Waldwege verbinden herausragende Sehenswürdigkeiten in direkter Nähe zum trubeligen Rüdesheim. Während die Abtei St. Hildegard, kolossal und ehrwürdig zugleich, das Andenken ihrer Namenspatronin pflegt, überblickt die walkürische Germania von ihrem Sockel zumeist eine Vielzahl von Seilbahntouristen. Beschaulicher wird es am Jagdschloss und im verwinkelten Assmannshausen, während die Ruine Ehrenfels den Geist der Rheinromantik belebt.

Daten zur Wanderung rund um Rüdesheim

Dauer: 4 Stunden, 30 Minuten
Schwierigkeitsgrad: leicht
Ausgangspunkt: Rüdesheim am Rhein, Bahnhof, 84 m. Erreichbar ab Frankfurt Hbf mit der Bahn (VIA). Anfahrt mit PKW über A 66 und B 42.
Höhenunterschied: 440 m
Anforderungen: Meist bequeme Wanderwege, ab Jagdschloss steil abfallend.
Markierung: Gelber Balken, blau-weißes R (Rheinsteig), gelber Kelch (Rheingauer Rieslingpfad)
Einkehr: Rüdesheim, Niederwalddenkmal, Jagdschloss, Assmannshausen
Karte: Naturnavi Blatt 43-555 Rheingau 1:25.000
Information: Tourist-Information Rüdesheim (Rüdesheim Tourist AG, Rheinstraße 29a, 65385 Rüdesheim, Tel. +49/ 06722/906150, www.ruedesheim.de)

Beschreibung der Rundwanderung 

Schräg gegenüber dem Bahnhof Rüdesheim (1) zweigen wir in die Oberstraße Richtung Weinberge ab und beschreiben, den Brömserhof und die schmalen Gassen passierend, einen weiten Bogen um die Altstadt. Nach etwa 800 m ändert sich beim Überqueren der Grabenstraße das Ortsbild. Der Markierung gelber Balken folgend verlassen wir über Eibinger, Marienthaler und Angerstraße Rüdesheim und erblicken oberhalb der ausgedehnten Weinberge die Abtei St. Hildegard (2), zu der uns auf halber Höhe links abknickend der Rheinsteig (Markierung: blau-weißes R) leitet. Das Benediktinerinnenkloster, welches irrtümlicherweise leicht für ein romanisches Bauwerk gehalten werden könnte, wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut. Es steht in unmittelbarer Tradition des alten Klosters Eibingen, das als Gründung der Heiligen Hildegard gilt. Trotz des regen Besucheransturms gestattet ein Aufenthalt in der Kirche einen Augenblick der Besinnung.

Oberhalb der Weinlagen Klosterberg und Klosterlay führt uns der Rheinsteig westwärts, während die Blicke über Rüdesheim bis zur Rochuskapelle auf der anderen Flussseite schweifen. Erst wo die Gondeln der Seilbahn zum Greifen nah erscheinen, steigt der Weg merklich an und kurz nachdem wir den Aussichtstempel passiert haben, steht sie da, hoch oben auf ihrem Treppensockel, reich verziert und martialisch gewappnet: die Germania des Niederwalddenkmals (3). Zur Überwindung des Ehrfurcht einflößenden Gigantismus kommt der anschließende Spaziergang durch den lichten Niederwald wie gerufen. Mäßige Höhendifferenzen ausgleichend reiht der Weg zwei herausragende Aussichtspunkte auf, von denen sich insbesondere der Rittersaal (4) des kurzen Abstechers als würdig erweist, gewährt er doch einen weiten Blick Richtung Mittelrheintal.

Der optimale Ort für eine Einkehr mit Ambiente ist am Jagdschloss (5) erreicht, bevor wir (weiterhin vom Rheinsteig geführt) teilweise steil nach Assmannshausen (6) absteigen. Der traditionelle Rotweinort weiß mit schattigen Gassen, stilvollem Fachwerk und guten Weinlokalen zu imponieren. Neben der Heilig-Kreuz-Kirche übernimmt die Markierung »gelber Kelch« des Rheingauer Rieslingpfades unsere Wegführung und leitet uns südöstlich durch Weinberge steil aufwärts, bevor niederer Hangwald die Szenerie bestimmt. Schroffes Gestein sowie Ausblicke auf Bingen und den Mäuseturm dominieren, dann kommt an der Ruine Ehrenfels (7) echte Rheinromantik auf. Die Anfang des 13. Jahrhunderts erbaute Burg war lange Zeit eine wichtige Zollstation, bevor sie 1689 im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges zerstört wurde. Entlang des Rheins wandern wir schließlich wieder nach Rüdesheim (1).

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