Rundwanderung an der Mosel: Bleidenberger Ausblicke

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Rundwanderung an der Mosel: Bleidenberger Ausblicke

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Rundwanderung an der Mosel: Bleidenberger Ausblicke

Rundwanderung der Kategorie Traumpfad abseits der Besucher-Hotspots mit Abstecher zur Burg Thurant

Freeontour Wandertipp aus dem Rother Wanderführer Mosel für alle, die dem Trubel der Besucher-Hotspots aus dem Weg gehen möchten: Nach einem längeren Anlauf über einen steilen aussichtsreichen Bergrücken und durch urwüchsige Waldschluchten drängt eine der eindrucksvollsten und geschichtsträchtigsten deutschen Burgen in den Mittelpunkt. Aus unmittelbarer Nähe, vom Moselort Alken oder auch vom Bleidenberg aus, beeindruckt Burg Thurant gleichermaßen. Der Weg ist überaus abwechslungsreich und scheut dabei auch keine sportlichen Herausforderungen.

Daten & Fakten zur Wanderung 

Schwierigkeitsgrad: mittel
Dauer: 4 Stunden, 15 Minuten
Länge: 12,8 km
Ausgangspunkt: Oberfell, Kirche
Erreichbarkeit: Busverbindung nach Ko­blenz. Mit dem eigenen Fahrzeug über die B 49.
Höhenunterschied: 516 m
Anforderungen: Teilweise kräftige Auf- und Abstiege. Der Abstieg von der Burg Thurant nach Alken erfordert Trittsicherheit.
Markierung: Traumpfad-Markierung.
Wanderkarte: Mosel: Maifeld und Untermosel (1:25.000).
Einkehr: Oberfell, Alken

Beschreibung der Wanderung 

Oberfell (1), der Ausgangspunkt für die fulminante Aussichtstour, gehört ganz sicher zu den ruhigeren Orten an der Mosel und auch der Weinbau scheint in unmittelbarer Ortsnähe nur bedingt möglich. Die meisten dem Ort zugewandten Hänge sind dicht bewaldet. Einzig ein schmales Dreieck ist am Eingang des engen Seitentals mit Reben bestockt. Linksseitig daran entlang zieht der Traumpfad von der Kirche her kommend die steile Hügelflanke hinauf. Wer schon an der ersten Schutzhütte Zweifel hegt, ob sich die Tour für ihn eigne, dem sei verraten, dass sich die Anstrengung in jedem Fall lohnt. Nichtsdestotrotz fordert der Weg seinen Tribut, wenn er, statt in bequeme Querwege einzumünden, gnadenlos der Bergnase aufwärts folgt. Erst wenn die Felder erreicht sind, wird es etwas flacher. Während vom Steilhang aus prächtige Blicke ins Moseltal motivierten, locken von hier oben Panoramasichten über die Eifelhöhen.

An der Schildberghütte (2) am jenseitigen Ende der offenen Landschaft wird aber auch klar, dass man noch längst nicht über den Berg ist, denn auch im Wald kennt der Weg nur eine Richtung – bergan! Achten Sie an der Weggabelung genau auf die Wegzeichen, denn während der Sie bis dahin begleitende Moselsteig links abzweigt, weist die Traumpfad-Markierung nach rechts. Nach 2,5 km und fast 300 Höhenmetern ist es dann aber so weit. Man ist endlich oben und hat sich an der Schutzhütte am Dickenberg (3) eine längere Pause verdient – Fernsicht inklusive! 

Bestens geführt zieht sich der Traumpfad ohne nennenswerte Höhendifferenzen um den Dickenberg herum, bevor nach weiteren gut zwei Kilometern hinter den großen Feldern die Landstraße überquert wird. Auf der anderen Straßenseite geht es in Waldrandlage geradeaus weiter, wobei sich der Wald jetzt zu Ihrer Rechten befindet. Beim Waldeintritt nach der lang gezogenen Rechtskurve schwenkt der Traumpfad deutlich abwärts. Die Landschaft wird wilder und auf der rechten Seite kann man tief in eine klammartig eingeschnittene Talfurche blicken.

Wenig später passieren Sie einen alten Steinbruch mit offen zutage liegenden Gesteinsschichten. Rechts beeindrucken die Felsen der Weißen Lay, bevor sich von links kommend der Alkener Bach zur Traumpfadroute hinzugesellt. Im Alkener Bachtal (4) gibt es einige Baumveteranen zu bestaunen, allen voran die Helmutseiche und die Linkeiche an der Schutzhütte. An einer weiteren Schutzhütte wechselt man schließlich die Bachseite und folgt, während der Bachlauf talwärts strebt, dem schmalen Pfad an der Hangflanke. Im Gegenhang ist ein imposanter Steinbruch zu sehen, bevor man nach ca. 500 m die Kammlage mit der Burg Thurant (5) erreicht. Kreuzzug-Heimkehrer Pfalzgraf Heinrich I. ließ die Höhenburg Ende des 12. Jahrhunderts auf antiken Fundamenten errichten. Etwa hundert Jahre später eroberten die Erzbischöfe von Köln und Trier die Burg und teilten das Areal. Es entstanden zwei Wohnbereiche und zwei Bergfriede, heute als Kölner beziehungsweise Trierer Turm bezeichnet. Ab dem 16. Jahrhundert verfiel die Burg und wurde für den Bau des Wiltberg’schen Schlosses in Alken geschleift.

Der Traumpfad windet sich um die Burg herum und anschließend auf schmalen Pfaden vorbei am weißen Kreuz talwärts nach Alken (6). Diese Passage erfordert vor allem bei feuchter Witterung eine erhöhte Trittsicherheit. Man erreicht den traditionsreichen Winzerort an der historischen St. Michaelskirche, wo sich der Traumpfad sogleich nach rechts wendet, um den Anstieg zum Bleidenberg in Angriff zu nehmen. 

Der Aufstieg erfolgt schließlich über den alten Kreuzweg zur Wallfahrtskirche auf dem Bleidenberg (7). Zugegebenermaßen ist diese als Klettersteig zu den Sieben Fußfällen bezeichnete Passage anstrengend und erfordert auch Trittsicherheit. Man sollte langsam gehen und Vorsicht walten lassen, damit der Name nicht zum Programm wird. Oben angekommen, kann man den wohl schönsten Blick auf die Burg Thurant genießen. Vor Ihnen liegt abschließend nochmals ein aussichtsreiches und wenig beschwerliches Teilstück, auf dem Sie den Bleidenberg an der Hangkante umrunden, wobei sich von der Aussichtskanzel ein Blick ins Katteneser Mühlental bietet. Ebenso findet man einige Installationen zur Frühgeschichte der Gegend, bevor der Traumpfad an der Spitzkehre linker Hand in den Oberfeller Kreuzweg einmündet und mit ihm unter jähem Höhenverlust nach Oberfell (1) talwärts stürzt.

Sie möchten noch mehr Traumpfade an der Mosel entdecken? 

Die hier beschriebene Traumpfad-Rundwanderung ab Oberfell sowie 49 weitere Wanderungen durch eines der traditionsreichsten Weinanbaugebiete in Deutschland gibt es im Rother Wanderführer Mosel. Er ist 2020 in einer Neuauflage erschienen und beinhaltet auch die so genannten Traumpfade und Moselsteig-Seitensprünge. Der Wanderführer Mosel steht außerdem als TourenApp oder E-Book zur Verfügung.

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