Roadtrip Westküste Irland: Landschaftsgenuss am Wild Atlantic Way

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von Marius Schwager

Roadtrip Westküste Irland: Landschaftsgenuss am Wild Atlantic Way

Irland wird oft als die grüne Insel bezeichnet und begeistert Landschaftsliebhaber wie Freunde der gepflegten europäischen Kulturreise gleichsam.

Ein Roadtrip entlang Irlands Westküste vereint die schönsten Ein- und Ausblicke der Insel. Altgediente herrschaftliche Schlösser, eine gepflegte Kulturlandschaft und ruhige Wanderungen in der Natur warten darauf entdeckt zu werden. Eine wunderbare Reisezeit ist der trockene und dank Golfstrom milde Herbst und Winterbeginn.

Irlands Westküste: Entdeckungsreise für Abenteurer

Unter dem Begriff Wild Atlantic Way vermarktet Irland Tourismus seine malerischen Straßen entlang der Westküste. Schrofe Steilklippen, wilde Landschaften und immer wieder der Blick auf den rauen Atlantik sind dabei keineswegs nur ein Werbeversprechen. Unzählige Buchten, Hügel, Schlösser, und kleine romantische Dörfer wollen entdeckt werden. Die touristisch dankbar angebrachten Wegweiser führen den mit dem Linksverkehr geforderten Fahrer zielstrebig an vielen bekannten und noch mehr unbekannten, aber sehenswerten Landschaftspunkten entlang.

Selektiver Wandergenuss

Gefühlt mehrfach täglicher Regen macht Outdooraktivitäten etwas selektiver, als man das vom europäischen Festland gewohnt ist. Besonders im Herbst und Frühwinter ist der Wettergott der grünen Insel etwas milder gestimmt. Der Golfstrom garantiert halbwegs annehmbare Temperaturen und am oft braunen Landschaftsbild erkennt man die frühwinterliche Trockenphase. Für ausgedehnte Wanderungen sind dennoch wasserdichte Kleidung und Schuhe empfehlenswert.

Die Top-Sehenswürdigkeiten an Irlands Westküste

Ring of Kerry, der Killarney Nationalpark und die Cliffs of Moher sind die drei Top-Sehenswürdigkeiten in Irlands Westen, die wohl bei jedem Irland-Urlauber auf dem Programm stehen. Die steile Felsküste ist tagsüber mitunter nur im Gänsemarsch zu besichtigen, sobald die Busse weg sind, wird es ruhig und die wahre Schönheit dieser einzigartigen bis zu 702 Fuß hohen Steilküstenformation präsentiert sich meist in mythischem Licht. Die 5 Meilen lange Strecke eignet sich übrigens hervorragend als tagesfüllende Wanderung – viele solch herrliche und aufwändig gepflegte Wanderwege gibt es in Irland nicht (der Nachteil des vielen Regens)

Der Ring of Kerry umrahmt die berühmteste Halbinsel Irlands. Der Ring ist eine normale Landesstraße – wobei normal bedeutet, dass zwei Mittelklasse-Pkw oft nur mit sehr präzisem Fahrverhalten aneinander vorbei passen und führt einmal rings um die Halbinsel. Empfehlenswert ist es diese Runde mit einem eigenen Fahrzeug zu machen, so kann man auf eigene Faust und nach persönlichem Gusto und Licht anhalten und muss sich an kein Bus-Programm halten. Die Aussichten und vielen Fotopoints entlang der Strecke sind dies allemal wert. Nehmt euch für diese Runde einen ganzen Tag Zeit und plant mindestens einen Weiteren für den Killarney Nationalpark ein.

Wandertipp Killarney Nationalpark

Wanderwege sind in Irlands Westküste aufgrund des vielen Niederschlags sehr aufwändig zu betreiben, entsprechend wenige gibt es davon landesweit. Zwei besonders schöne Wanderungen befinden sich im Killarney Nationalpark. Eine vergleichsweise kurze Wanderung mit rund 400 Höhenmeter Höhenunterschied führt vom Torc Wasserfall auf den gleichnamigen Berg. Die Aussicht auf Killarney, die Sehenswürdigkeiten Muckross House und Ross Castle sowie die beiden angrenzenden Seen sind einzigartig.

Etwas mehr Anstrengung gilt es bis auf Irlands höchsten Berg, Carrauntouhil (1039m) zu bezwingen (Vorsicht, hier ist teils sehr rutschiger Fels und Boden). Wem die rund 800 Höhenmeter Auf- und Abstieg nicht reichen, kann noch eine Rundwanderung entlang der Bergrücken westlich des Gipfels anhängen. Eine Wanderung der entspannten Art führt entlang eines der zahllosen Highlights am Killarney Nationalpark: Das Gap of Dunloe. Dieser Gebirgspass ist eine exquisit angelegte Bergstraße und führt durch typische Hochmoor- und Hügellandschaften. In der Hauptsaison sind hier sehr viele Pferdekutschen unterwegs, überholen fast unmöglich – eine Tageswanderung zu Fuß ist daher oft die bessere Wahl diese malerische Landschaft in Ruhe zu genießen.

Zwischen Whiskey und malerischen Schlössern

Kulturell gibt es in Irland mehr als nur Whiskey und dunkles Bier zu entdecken, auch wenn dies respektable Erfahrungen an sich sind. Besonders Galway aber auch Killarney sind die beliebtesten Orte um in das umtriebige Barleben einzutauchen. Ein Schwätzchen an der Bar gehört in Irland zum guten Ton – Offenheit und Freundlichkeit sind hier wie in kaum einer anderen Nation ausgeprägt und Teil des kulturellen Selbstverständnisses. Bei keiner Irlandreise sollte solch ein abendlicher Barbesuch fehlen, ebenso wenig wie eine Verköstigung örtlich hergestellten Whiskeys in einer der vielen Destillerien. Malerische Herrenhäuser säumen manchmal ganz unverhofft den Weg und geben Blicke auf akkurat gepflegte Gärten frei. Auch finden sich an vielen Ecke verlassene oder als Museum betriebene Burgen und Schlösser, teils an wunderbaren Flecken gelegen. Statt sich hier an einen fixen Reiseführer zu halten, ist es meist eine gute Idee sich vom lokalen Wetter treiben zu lassen. Irgendwo ist immer ein keltisches Museum oder ein Herrenhaus zu besichtigen und fast immer den Besuch auch wert.

Wohnmobil-Reisetipps Westküste Irland

  • Die meisten Straßen – mit Ausnahme der großen Verbindungsstraßen zwischen den größeren Städten -sind meist sehr schmal, verwinkelt und schnell fahren lohnt bei dieser enormen landschaftlichen Schönheit ohnehin nicht. Mit einem breiten Wohnmobil sind viele der kleinen Straßen eine echte Herausforderung
  • Wanderfreunde sollten sich eine ordentliche Wanderkarte besorgen, oder online vorplanen, die wenigen Wanderwege sind meist nur schlecht beschildert und das wechselhafte Wetter macht die Wegfindung oft nicht einfacher.
  • Für Outdooraktivitäten sollte man generell das sehr wechselhafte Wetter berücksichtigen. Wasserdichtes oder schnell trocknendes Schuhwerk ist sehr zu empfehlen, die Wanderwege sind oft sehr feucht bzw. moorig.
  • Vorkehrungen Wohnmobil: Wer noch nicht auf Irland oder den britischen Inseln war, der hat noch keine nervige Mückenplage erlebt. Die ortsansässigen Midges/Midgies sind Plagegeister, die fast überall wo Stehgewässer sind in Scharen auftreten. Die kleinen Fliegen können kaum mit dem Auge gesehen werden, sind aber ungemein nervig. Ohne passenden Fliegenschutz und Licht-Disziplin beim Ein-/Ausstieg wir die Nachtruhe garantiert zur Nachtunruhe.
  • Weitere Ideen für Wandertouren auf www.ireland.com
  • Die lohnendsten Fotospots in Irland
  • Wunderbare Andenken in Bildform findet man z.B. in der Galerie von Landschaftsfotograf Peter Cox (Killarney)

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