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Reisen mit Hund

Aktiv sein und Entspannen
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von FREEONTOUR und Journal International; Copyright Text und Bildrechte liegen bei Journal International, Getty Images und iStock

Reisen mit Hund

Ob Chihuahua oder Labrador, wer als Hundebesitzer seinen vierbeinigen Liebling mit in den Urlaub nehmen möchte, stößt bei manch einem Hotel auf wenig Gegenliebe.

Anders im Wohnmobil oder Caravan: Da braucht’s lediglich einen Camping- oder Stellplatz, auf dem Hunde erlaubt sind. Die Vielfalt an solchen Plätzen ist riesig! Wer zudem diese Tipps beherzigt, darf sich auf einen tierisch schönen Urlaub freuen.

So finden Sie Ihr Reiseziel

Der schönste Platz für einen Urlaub mit Hund ist … Nein, so einfach ist es nicht. Wie Frauchen und Herrchen haben auch Hund ihre Vorliegen und No-Gos. Dabei reden vor allem Rasse, Alter und Fell des Hundes ein entscheidendes Wörtchen mit. Denn einen sehr alten Hund wird man nicht auf Bergtouren mitnehmen und einen Wollknäuel nicht unbedingt in einen Sonnenurlaub in den heißen Süden. Fragen Sie sich am besten, was Ihrem Hund und Ihnen gemeinsam Spaß macht. Denn der Hund soll ja im Urlaub noch mehr an Ihrer Seite sein, als es im Alltag möglich ist.

Hundebox an Bord

Schrecklich, aber wahr: Die deutsche Straßenverkehrsordnung betrachtet unsere Hunde als Sache. Und die muss bereits für die Fahrt im Heimatland entsprechend gesichert sein. Dafür eignen sich Hundetransportboxen oder Hundetaschen, die mit dem Sicherheitsgurt des Wohnmobils oder Autos befestigt werden müssen. Auch Hundegurte bieten diese Sicherheit. Falls Sie ein Fahrzeug mieten, sollten Sie den Vermieter auf jeden Fall über Ihren vierbeinigen Begleiter und das Sicherungssystem informieren. Ideal ist es, wenn auch der Hund mit dem Gurt oder der Transporttasche vertraut ist. Und schon kann’s losgehen! Und noch ein Tipp: Zu stark eingestellte Klimaanlagen oder Zugluft können auch den Hund krank machen.

Ausrüstung fürs Camping

So brav und folgsam Ihr Vierbeiner auch sein mag – eine Möglichkeit, Ihren Hund im Freien sicher anzubinden, sollte mit. Klar kann zur Not auch mal die Anhängerkupplung dafür herhalten. Doch eine langfristige Lösung ist das nicht. Deutlich mehr Freiheit lässt einem ein Zeltanker mit extra Öse für die Hundeleine von Movera (caramobil.movera.com). Praktisch ist auch ein extra Liegeplatz für draußen wie das Hundebett Kurgo von Movera. Denken Sie auf jeden Fall daran, am Halsband Ihre Handynummer und den aktuellen Aufenthaltsort vor Ort anzubringen, falls der Hund doch mal allein auf Entdeckertour gehen sollte …


Camping- oder Stellplatz suchen

Das Urlaubsland steht, die Vorfreude wächst – dann muss jetzt nur noch eine Route her und eben besagter Stellplatz mit großem Herz für Hunde. Nichts leichter als das: einfach auf der FREEONTOUR Stellplatzsuche ein Häkchen bei „Haustiere erlaubt“ machen und sich den geeigneten Platz aussuchen. Ideal sind Plätze, die zudem spezielle Angebote für Hund und Herrchen bereithalten, wie Hundewaschplatz, Hundesitter, Spielparcours oder Hundestrand.

Besonderheiten im Reiseland

Bei der Suche nach dem Reiseziel sollten Sie die aktuellen Regelungen für Hunde im Gastland kennen und beachten: In Italien ist es zum Beispiel Pflicht, Maulkorb und Leine stets mitzuführen. In Österreich besteht Leinenpflicht auf öffentlichen Plätzen und Maulkorbpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. In Spanien sind in öffentlichen Verkehrsmitteln angeleinte Hunde mit Maulkorb erlaubt. Und in Tschechien wird die Leinen- oder Maulkorbpflicht in jeder Stadt oder Gemeinde anders geregelt. Informieren Sie sich rechtzeitig: Reisebestimmungen unterwegs mit dem Hund.

Das muss in den Hundekoffer

Liebe zum Urlaubsort geht beim Hund auch durch den Magen. Also unbedingt das gewohnte Hundefutter in ausreichender Menge mitnehmen. In der  EU ist das problemlos möglich. Packen Sie auch den lieb gewonnenen Fress- und Trinknapf ein. Kennt Ihr Hund das Verreisen noch nicht, helfen ihm die gewohnten Gegenstände. Das gilt auch für das Körbchen sowie die Leinen und Halsbänder, die Sie benutzen wollen. Eine andere Möglichkeit ist es, den Hund schon zu Hause an die neuen Reiseutensilien zu gewöhnen. Auch Lieblingsspielzeug und Kuscheldecke sollten mit.


Tipps für die Maulkorbpflicht im Ausland

Falls Ihr Hund – abhängig von Rasse und den Bestimmungen im Gastland – ganz oder teilweise einen Maulkorb tragen muss, ist es wichtig, dass Sie ihn rechtzeitig daran gewöhnen. Denn eine fremde Umgebung ist für viele Hunde schon ohne ungewohnten Maulkorb Stress. Sorgen Sie dafür, dass der Hund noch zu Hause den Maulkorb mit etwas Angenehmem verbinden lernt. Verwenden Sie einen Korb aus Draht- oder Kunststoffgitter, mit dem der Hund das Maul öffnen und hecheln kann. Die meisten Hunde können mit etwas Übung sogar damit trinken.

Medizinisches und Einreisebestimmungen

Wer ins Ausland möchte, muss sich nach den betreffenden Einreisebestimmungen für Hunde erkundigen. Alle EU-Länder bestehen auf einem Chip zur eindeutigen elektronischen Identifizierung und einer Tollwutimpfung, die im Heimtierausweis (gibt’s beim Veterinär) verzeichnet sein sollte und deshalb ins Reisegepäck gehört. Eine Tätowierung wird anerkannt, wenn sie vor dem 4. Juli 2011 vorgenommen wurde und eindeutig lesbar ist. Überlegen Sie mit Ihrem Tierarzt rechtzeitig, welche Maßnahmen nötig und teilweise verpflichtend sind, um die Gesundheit Ihres Hundes zu schützen. Dies gilt besonders für die Übertragung von Krankheiten durch Parasiten. Weitere Infos finden Sie auch in den Reisebestimmungen hier.

Die Hunde-Reiseapotheke

Medikamente für die Notfall-Apotheke, etwa gegen Reisekrankheit oder Durchfall, werden nach Bedarf zusammengestellt. Falls der Hund generell Medikamente benötigt, besorgen Sie diese rechtzeitig in ausreichender Menge. Ansonsten sollten in die Reiseapotheke eine Zeckenzange, eine Pinzette, um eingetretene Fremdkörper zu entfernen, ein Fieberthermometer sowie Desinfektionsspray und Verbandsmaterial inklusive Schere und Klebeband zur Erstversorgung von Verletzungen. Und vergessen Sie den Impfpass oder Heimtierausweis nicht.