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Mitmachen und gewinnen beim HYMER-Krimi-Gewinnspiel - Teil 3

Outdoor und Sport
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von Hymer

Mitmachen und gewinnen beim HYMER-Krimi-Gewinnspiel - Teil 3

"Böse Sach" Krimi in 3 Teilen. Beantworten Sie uns zu jedem der 3 Artikel die richtige Lösung und gewinnen Sie ein Buch bzw. Hörspiel mit fesselnden Kriminalgeschichten, skurrile Charaktere und kulinarischen Geheimnissen, abgeschmeckt mit einer guten Prise Humor - feinste Krimikost a` la Carsten Sebastian Henn.

»Ade«, grunzte er und verzog sich aus der Kneipe. Vor dem Haus holte er eine neue Packung aus seinem  HYMER Tramp SL, zündete sich die nächste Kippe an und beorderte Lioba Weißengerber zu sich. Sie hatte die ganze Zeit mit der Aufnahme von Zeugenaussagen zugebracht. Während Indlekofer quarzend wartete, lief ein Fuchs über die Straße und einige Fledermäuse zogen über den Nachthimmel. Grießen – das Dorf, das niemals schlief.
Die Laune seiner Mitarbeiterin war miserabel, als sie ihren Dienstwagen kurz vor seinen Schuhen parkte. 
»Sali.« Sie schnupperte an Indlekofer. »Sind Sie wieder betrunken?« 
»Ach was. Zugegeben, in meinem Magen ist Alkohol – aber das ist etwas völlig anderes! Ich lasse nämlich nicht zu, dass er in die Blutbahn gerät. Alles eine Frage der Willensstärke.« 
Sie schaute ungläubig. Gezehrt sah sie aus, fand Indlekofer. »Essen Sie was!«, brummte er deshalb und drückte Lioba Weißengerber eine Stulle in die Hand, die er seit dem Frühstück in seiner Jackentasche mit sich trug. Eingeschlagen in Zeitungspapier. Die junge Kommissarin war so verzweifelt, dass sie hineinbiss. Latschari blickte bitter enttäuscht zu ihr, er hatte so sehr auf den Happen spekuliert. 
»Was ist das? Schmeckt so würzig.« 
»Sikahirsch-Schinken«, antwortete Indlekofer. Eigentlich war es Mortadella. Aber nach einem Tag in seiner Tasche verwandelte sich alles in Wild. »Haben Sie das Tütchen mit dem Taschentuch dabei?« 
Lioba Weißengerber reichte es ihm. 
»Und die Handschellen?« 
Sie nickte. »Wollen Sie einen Verdächtigen verhaften?« 

                                     

»Dummes Geschwätz! Ich verhafte keine Verdächtigen, nur Mörder. Sie haben noch viel zu lernen.« 
Vor allem, dachte Indlekofer bei sich, dass Frauen nicht aussehen sollten wie Zahnstocher. Er mästete seine Kollegin, so gut es ging, aber sie wollte einfach nicht ansetzen. Trieb viel zu viel Sport. 
Er sagte der jungen Beamtin, wen sie höflich herausbitten sollte.
Lioba Weißengerber wunderte sich bei Indlekofer über nichts mehr. Außer, dass er bei seinem Zigaretten- und Alkoholkonsum überhaupt noch lebte. Na ja, das war eben badische Wertarbeit. So was wurde heute nicht mehr gebaut. Als sie aus dem ›Brauhaus‹ zurückkehrte, zog sie einen sichtlich irritierten Mann hinter sich her.
»Hiermit verhafte ich Sie«, schnaubte Indlekofer, »im Namen des Gesetzes, bla, bla, bla. Kennen Sie aus dem „Tatort“. Für lange Ausführungen hab ich jetzt keine Zeit, muss nämlich noch neues Wasser in mein Reisemobil füllen und es aufladen. Wegen Südtirol.« 
»Hä?« 
Indlekofer wusste, was das bedeutete: Würden Sie das eben Gesagte freundlicherweise wiederholen? 
Das war ihm jedoch herzlich egal. »Es bieten sich zwei Möglichkeiten: Wir befragen alle hier im Ort, holen jedes dreckige Geheimnis ans Tageslicht und treten das Ganze richtig breit. Oder Sie gestehen, und ich unternehme alles, um die Geschichte möglichst klein zu halten. Allerdings erregt es natürlich ein gewisses öffentliches Interesse, wenn ein Priester in seiner Kirche jemanden erschlägt.«
Der junge Pfarrer sah Indlekofer an, als hänge diesem ein ganzer Sikahirsch aus dem Maul. 
»Eine traurige Geschichte«, fuhr der Hauptkommissar deshalb fort. »Da haben wir eine junge, hübsche Grießenerin, sie interessiert sich für Kunst und damit sicher auch für die Ortskirche – genau wie Sie.“ Er rückte dem Geistlichen näher auf die Pelle. „Ich habe eben beobachtet, wie Sie der Wirtin in den Ausschnitt geblickt haben. Das Fleischliche ist Ihnen nicht fremd. Machen wir es kurz: Philomena Bernhard ist ihre Traumfrau, für sie hätten Sie sogar das Zölibat sausen lassen. Aber die Bernhard entschied sich gegen Sie und wen wollte sie sattdessen heiraten? Einen aus Erzingen! Und wo? Genau, bei Ihnen! Dann kommt der Bursche in die Kirche und lässt das hier«, Indlekofer zog das Tütchen mit dem Stofftaschentuch heraus, »aus der Hosentasche hängen. Ein Eselsohr, weil Sie ein Grießener Esel sind und er wollte, dass Sie es wissen. Da kam der heilige Zorn über Sie.« 
»Er hat mich provoziert! Er wusste von meiner Liebe zu Philomena, der Hund.« 
»Und weil er Sie mit dem Eselsohr verspottet hat, haben Sie ihm seine abgeschnitten. Danach ging es ab ins Taufbecken. Eine sehr ausführliche Segnung.« 
»Er hatte es verdient, der Herrgott weiß, dass ich recht getan habe!« 
»Aber sicher«, sagte Indlekofer. »Der Herrgott nimmt es mit Todsünden bekanntermaßen nicht so genau.« 
»Warum musste Philomena wegen der Hochzeit auch Grießen wählen?« 
»Weil sie Ihre kreuzhässliche St. Peter und Paul Kirche genauso liebt wie Sie es tun. Und jetzt fahren wir zur Bernhard, damit Sie ihr alles ins Gesicht sagen können.« Er blickte mürrisch zu seiner Kollegin. »Ich will keine Widerworte hören, Weißengerber! So ein Prozedere steht natürlich nicht in den Dienstanweisungen – aber das schert mich einen feuchten Kehricht.« 
Während Indlekofer seinen  HYMER Tramp SL nach Erzingen lenkte, sagte er lange Zeit nichts zu Lioba Weißengerber. Erst als sie fast am Ziel waren, sprach er wieder.
»Ich hätte mir gewünscht, es wären die Schwaben gewesen.« 
»Oder die Schweizer?« 
»Das versteht sich von selbst.« 
»Aber es war bloß Eifersucht.« Lioba Weißengerber lehnte sich leicht zu ihm herüber. »Sind Sie jetzt enttäuscht?« 
»Mir wäre ein revolutionärer Aufstand lieber gewesen, bei dem ich alle Grießener hätte einbuchten können.« Indlekofer blickte bedeutungsvoll aus dem Fenster, hob seinen Finger und schnaubte. »Aber es war halt nur eine einzige böse Sach.«

3. Gewinnspielfrage: Wer war der Mörder?

Kennen Sie die Antworten aller drei Gewinnspielfragen? Eine Teilnahme ist leider nicht mehr möglich. Einfach die drei Gewinnspielfragen beantworten, Kontaktdaten hinterlassen und Daumen drücken. 

Teilnahmeschluss ist der 31.05.2016.

(Bitte diesen Artikel nicht kommentieren,  unter dem Link "hier" können die Lösungen eingegeben werden)

Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für die Teilnahme an unserem Gewinnspiel an unsere 3 Gewinner:

Frau Ulrike Köpke, Rheinbach
Frau Penny Terenzio, Petrer/Spanien
Herr (möchte nicht genannt werden), Hamburg