Karneval 2019

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von FREEONTOUR

Karneval 2019

5 spektakuläre Umzüge

Seit dem 11.11. um 11.11 Uhr ist die Karnevals-/Faschings-/Fastnachtszeit wieder eingeläutet. Nun ist das mit dem Fasching ja so eine Sache, die einen lieben ihn und die anderen sind froh, wenn die schrille „fünfte Jahreszeit“ wieder vorbei ist. Für Kinder ist der Karneval jedoch immer ein tolles Spektakel.

Wir zeigen Ihnen fünf sehenswerte Karnevals-Hochburgen und bringen Ihnen deutsche, österreichische und schweizerische Faschingsbräuche näher. Wer weiß – wenn Sie es nicht bereits sind, wird nach dem Besuch dieser Umzüge ja vielleicht doch noch ein echter Karnevals-Fan aus Ihnen? 

Maskerade mit Tradition

Weltweit blickt der Karneval auch vor dem christlichen Zeitalter auf eine lange Geschichte zurück. So feierten bereits die alten Ägypter das Wiedererwachen der Natur mit bunten Maskenbällen und Umzügen. Die Griechen veranstalteten ausgelassene Maskeraden für Dionysos, den Gott des Weines, und die Kelten vertrieben die bösen Geister der dunklen Jahreszeit mit Feuertänzen, Rasseln und wilden Spektakeln. 

Im Mittelalter wurde der Karneval in Europa als „Narrenfest“ zelebriert. Mit dem heutigen christlichen Brauch feiert man die letzten überschwänglichen Tage vor der Fastenzeit. Nun gibt es natürlich unzählige kleine und große Karnevals-Destinationen, die hier nicht alle vorgestellt werden können, aber an diesen fünf Orten treiben es die Narren besonders bunt: 

„Kölle Alaaf“ – der Nubbel ist Schuld!

In Sachen Karneval darf Köln, Deutschlands Karnevals-Mekka Nummer eins, natürlich nicht fehlen. Die Stadt ist weit bis über die Grenzen hinaus berühmt für ihren „jecken“ (rheinisch für„närrisch“) Karneval. Am 28. Februar 2019, der „Weiberfastnacht“ bzw. dem „Wieverfastelovend“, beginnt der Höhepunkt der Karnevalszeit und der Narrenruf „Kölle Alaaf“ hallt bis Aschermittwoch wieder lautstark durch die Straßen. Der Begriff „Alaaf“ ist übrigens ein alter Jubel- und Trinkspruch und geht zurück ins 16. Jahrhundert. Durch den Kölner Karneval ist er heute international bekannt. 

Highlights im Kölner Karneval:

1. Der Rosenmontagszug am 4. März: Prächtige Festwagen, schillernde Kostüme, Bonbons und Konfetti soweit das Auge reicht – der absolute Höhepunkt des Kölner Karnevals ist der Rosenmontagszug. Der größte Karnevalsumzug Deutschlands beginnt um 10 Uhr in der Südstadt und verläuft acht Kilometer durch die Innenstadt. Jedes Jahr feiern über eine Million Menschen dieses spektakuläre Ereignis.

2. Der schaurige „Geisterzug“ am 2. März: Der traditionelle „Jeisterzoch“ zieht am Abend des Karnevalssamstags ab 19 Uhr durch die Straßen Kölns - und zwar in jedem Jahr durch ein anderes Viertel. Das Besondere dabei: Zuschauer werden zwar akzeptiert, aber viel lieber soll einfach jeder beim Umzug mitlaufen - ob maskiert oder unmaskiert. Gerne gesehene Kostümierungen reichen von Geistern und Skeletten über Hexen und Vampire bis hin zu allem, was mit dem diesjährigen Motto zu tun hat. Der Geisterzug zieht 2019 voraussichtlich durch Lindenthal und Sülz. Unter dem Motto „Kölle kritt dr Kollaps – mieh Platz för Rädcher“ (Köln kollabiert - mehr Platz für Räder) wird für eine fahrradfreundliche Stadt demonstriert. 

3. „Veedelszoch“ für Familien (überwiegend 5. März): Familien, denen es beim Rosenmontagszug zu voll ist und die es etwas beschaulicher mögen, sind auf einem der „Veedelszöch“ gut aufgehoben. „Veedel“ heißt Stadtviertel und der „Veilchendienstag“ steht in Köln ganz im Zeichen der Kinder und der Stadtviertelumzüge. Beispielsweise in den Vierteln Ehrenfeld, Südstadt, Deutz, Zollstock oder Sülz marschieren verkleidete Kindergarten- und Schulkinder mit ihren Lehrern durch die Gassen und verteilen „Kamelle“ und andere Süßigkeiten.

4. Nubbelverbrennungen am 5. März abends: Damit die Kölner am Aschermittwoch ohne schlechtes Gewissen in ihr gewohntes Leben zurückkehren können, müssen noch ein paar Sünden beglichen werden. Denn Schuld an allem ist „der Nubbel“. Die arme Strohpuppe muss für alles büßen, was in den Karnevalstagen passiert ist. Daher wird sie um Mitternacht vor den Augen der „Narren“ unter lautem Gejubel verbrannt. Dem Nubbel geht es vor vielen Kneipen in der Süd- und Altstadt sowie im Studentenviertel „Kwartier Latäng“ an den Kragen.

Bremer Karneval – tanze Samba mit mir, tanze Samba die ganze Nacht!

Neben den lebhaften und weit bekannten Karnevals-Schauplätzen Köln und Düsseldorf sowie Mainz hat auch das Nordlicht Bremen ein buntes Programm. Stichwort: Samba! Sie haben richtig gelesen – statt Kamelle, Pappnasen und Alaaf warten in der Hansestadt heiße Samba-Rhythmen, Akrobatik und ein fantasievolles Maskenspiel auf die Besucher. Der Bremer Karneval hat sich mittlerweile zum größten Samba-Spektakel Europas gemausert. Wer ein wenig Brasilien und exotischen Flair schnuppern möchte, ist hier bestens aufgehoben.

Highlights im Bremer Karneval:

Wenn über 80 verschiedene Sambagruppen aus ganz Deutschland, Dänemark, England, den Niederlanden und der Schweiz unter Trommelschlägen und mit farbenfrohen Kostümen durch die Straßen wirbeln, kann niemand mehr die Füße stillhalten – die gute Laune und die stimmungsvolle Musik sind ansteckend. Beim „Lichtertreiben“ in den Abendstunden schweben leuchtende Fantasiewesen durch die Stadt. 

Jedes Jahr hat der Bremer Karneval ein anderes Motto. 2019 lautet es „Laune der Natur“. Die Kostüme werden unter anderem von Unterwasserwelten, Meeresleuchten, Fabelwesen, Glühwürmchen, Polarlichtern und Morgentau inspiriert sein. Der Bremer Karneval findet am 22. und 23. Februar statt. 

„Fasnacht“ in Tirol – „Schabernack“ und Tradition

Von den deutschen Karnevals-Umzügen geht es nun nach Österreich. Auch hier wird Fasching groß gefeiert. In Tirol zeigt sich der Karneval, hier „Fasnacht“ genannt, aber von einer ganz anderen Seite: einer mystischen, archaischen. Hier werden die jahrtausendealten, traditionellen Bräuche noch jährlich gepflegt. Sie gehen auf Sonnenkult und Fruchtbarkeitszauber, auf das Vertreiben böser Geister und der kalten Jahreszeit und das Wiedererwachen im Frühling zurück. In ganz Tirol finden zur Faschingszeit die unterschiedlichsten Bräuche und Spektakel statt. In Handarbeit geschnitzte Holzmasken, fantasievolle Kostüme, ausgelassene Vorführungen und allerlei Schabernack sorgen bei den Besuchern für Heiterkeit und Staunen. 

Highlights der Tiroler Fasnacht: 

1. Das Nassereither Schellerlaufen: Nur alle drei Jahre findet dieses eindrucksvolle Spektakel statt und der nächste Termin ist der 17. Februar 2019. Der imposante Fasnachtszug mit anmutigen Seidenkostümen im Barock- und Rokokostil ist immaterielles Kulturerbe der UNESCO.

2. Mullerlaufen um Innsbruck und Hall: Bei dieser Tradition raufen sich die Jahreszeiten. Den Frühling und den Sommer spielen die „Spiegeltuxer, Melcher und Weißer“, den Herbst und Winter verkörpern „Zottler, Zaggler, Klötzer und Hexen“.Hinter diesen eigensinnigen Tiroler Faschings-Ausdrücken stecken wilde Kostüme mit Holzmasken – die Figuren der kalten Jahreszeiten brüsten sich mit Fransen und Fell, die der wärmeren mit edlem Goldschmuck und freundlichen Kostümen. Ein Schulterklopfer von den Wesen bringt Glück und Fruchtbarkeit. Das nächste Mullerlaufen findet am 24. Februar im Ort Rum statt.


3. Axamer Wampelerreiten: Auch beim Axamer „Wampelerreiten“ geht es recht ruppig zu. Es symbolisiert das Ringen zwischen Winter und Frühling. Die Reiter, welche die Rolle des Frühlings spielen, müssen die „Wampeler“auf den Rücken werfen. Dank ihrer dicken Strohpolsterung, die ihre „Wampe“ (dicker Bauch) darstellt, fallen sie zum Glück weich. Das nächste „Wampelerreiten“ mit Axamer Fasnacht findet am 3. März 2019 statt.

Die Basler Fasnacht – fantastische Kostüme und 72 Stunden voller Zauber

Die Basler Fasnacht ist das größte Karnevalsfest der Schweiz. Die Darbietungen und Kostüme sind so prächtig, dass das Fest von der UNESCO mit dem Titel des immateriellen Kulturerbes ausgezeichnet wurde. Das unverwechselbare Event lebt von viel Kreativität, Kunst und Musik. Mit scharfer Zunge und Humor werden gesellschaftliche Themen und aktuelles Weltgeschehen aufgegriffen. Das bunte Treiben dauert exakt 72 Stunden, weshalb die Basler es auch liebevoll „die dreyscheenschte Dääg“ nennen. Geschlafen wird in dieser Zeit wenig, denn: Startschuss ist jährlich am Montag nach dem Aschermittwoch um Punkt 4 Uhr morgens. Dann hält der „Morgestraich“ Einzug in den Straßen und die festlich verkleideten Basler verwandeln ihre Stadt mit handbemalten Laternen in ein leuchtendes Lichtermeer. Bis zum „Endstraich“ am Donnerstag, wieder um 4 Uhr früh, herrscht in Basel ein wunderschöner Ausnahmezustand, den man einmal erlebt haben muss. 2019 ist die Basler Fasnacht vom 11. bis 13.März.

Highlights der Baseler Fasnacht: 

1. Die Laternenausstellung am Münsterplatz: Von Montag- bis Mittwochabend kann man die liebevoll gestalteten Laternen der Fasnächtler auf dem Münsterplatz bestaunen. Hübsche Zeichnungen und Verse sind auf ihnen abgebildet.

2. Der Fasnachtsumzug „Cortège“: Am Montag und am Mittwoch verwandeln die Fasnächtler die Stadt in ein buntes Meer voller pompöser Kostüme, Figuren, Masken, dekorierten Festwagen, Live-Musik und Feststimmung.

3. Kinderfasnacht: Am Dienstag haben in Basel die „Binggis“ (Kinder) das Sagen. Sie ziehen in bunten Kostümen durch die Straßen und jeder darf sich dem Umzug anschließen. 

Fasnacht Luzern – Feiern mit „Fritschi“ und dem „Wey-Frosch“

Wer hat die beste Fasnacht, Basel oder Luzern? Darüber streiten die Schweizer. Am besten, man entscheidet einfach selbst, welche Fasnacht einem besser gefällt. Fest steht jedenfalls, dass auch Luzern eine imposante Fasnacht bietet. Im Mittelpunkt steht die Figur des „Fritschi“, der mit seiner Familie auf einem großen Festwagen den ausgelassenen Fasnachtsumzug anführt. „Fritschi“ kommt den Überlieferungen nach vermutlich von „Fridolin“ und dieser sagenumwobene Luzerner tauchte namentlich bereits im 15. Jahrhundert auf. Wer Fritschi tatsächlich einmal war und woher der Brauch kommt, das weiß heute niemand mehr so genau. Das ist aber auch nicht so wichtig – Hauptsache ist, dass die komischen Figuren der Luzerner Fasnacht gute Stimmung verbreiten, und das tun sie allemal! 

Während die Umzüge einst geschichtliche und folkloristische Themen hatten, steht heute Satire im Vordergrund. In den Lokalen der Stadt finden während der Karnevals-Tage Maskenbälle statt. Die Luzerner Fasnacht 2019 beginnt mit dem „Urknall“ und mächtigem Konfettiregen am „Schmutzigen Donnerstag“ um 5 Uhr morgens (28. Februar) und endet am Aschermittwoch (6. März).

Highlights der Luzerner Fasnacht:

1. Kinderfasching „Chendermonschter“: Bei diesem kunterbunten Faschingstreiben ziehen Kinder in kreativen Verkleidungen durch die Stadt – mitmachen erwünscht!

2. Die Umzüge mit „Fritschi“ und dem „Wey-Frosch“: „Fritschi“, der am Schmutzigen Donnerstag den Umzug anführt, hat über die Jahre einen Konkurrenten bekommen: den „Wey-Frosch“. Dieser ist am „Gündismontag“ an der Spitze des bunten Treibens. Beide Umzüge sind ein Erlebnis!

3. Grusel-Spaß „Monstercorso“: Der Monstercorso ist der krönende Abschluss des Luzerner Karnevals. Bevor am Aschermittwoch alles vorbei ist, ziehen am Dienstagabend ab 19.30 Uhr mit lautem Getose wilde Monster durch die Straßen. 

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