Hoch über dem Kalterer See

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Hoch über dem Kalterer See

Ausblicke, die sich ins Gedächtnis einbrennen, eine Hängebrücke für den Frieden und das Glück, auf die Erfindung eines Schweizer Ingenieurs vertrauen zu können

Zugegeben, wirklich einsam ist es auf dem Kalterer Höhenweg nicht. Doch der Höhenweg Nr. 9 ist geradezu idyllisch im Vergleich zum Rundweg um den beliebten Südtiroler See. Und er bietet Ausblicke, die in jeder Postkartensammlung Platz finden würden. Wer früh startet, bleibt doch meist unter sich. Gelegenheit dazu bietet die historische Mendelbahn, die täglich um 7 Uhr ihren Dienst aufnimmt und der Start zum Höhenweg ist. Die 64 Prozent Steigung von Europas steilster und längster Standseilbahn erfordern etwas Mut – doch man kann sich getrost auf die Künste des Schweizer Ingenieurs Emil Strub verlassen, der die Bahn 1903 konstruierte.

Ab der Mittelstation geht es per pedes weiter auf einem Weg durch lichten Laubwald. Es gilt, sich Richtung Altenburg zu halten und bis zur alten Kirche des Dorfes hinaufzusteigen, bei der man mit einem fantastischen Blick auf den Kalterer See belohnt wird. Zurück geht es über den Friedensweg, auf dem sieben Besinnungspunkte zum Innehalten und Nachdenken einladen. Einer von ihnen ist die 37 Meter lange Friedensbrücke, ein anderer sind die steilen Treppen hinunter in die Rastenbachklamm. Auf Weg Nr. 11 gelangen Wanderer nun gemütlich zu ihrem Wohnmobil zurück, wobei der Hochseilgarten Kaltern, den man unterwegs passiert, nochmals Lust auf schwindelerregende Erlebnisse macht!


Kalterer Höhenweg

Ausgangsort: St. Anton/Kaltern, Parkplatz unterhalb der Talstation der Mendelbahn
Länge: 13 km
Gehzeit: 3,5 bis 4 Std.
Höhenmeter: 520
Schwierigkeitsgrad:  ★✫✫✫✫
Kondition:  ★★★✫✫
Naturerlebnis:  ★★★★✫