Finale Ligure: Camping, Klettern und Wandern

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von Text: Claudia Rothkamp, Titelbild: Pixabay

Finale Ligure: Camping, Klettern und Wandern

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In Italien treffen Berge und Meer nirgendwo so unvermittelt aufeinander wie in Ligurien – ein Mekka zum Campen, Wandern und besonders zum Klettern.

Für die einen ist es ein in Vergessenheit geratener Badeort an der Riviera di Ponente in Ligurien, für die anderen eines der schönsten Sportkletterziele in Europa und für wieder andere eine abwechslungsreiche Region zum Wandern. Wundert es da noch jemanden, dass auch das Thema Camping in Finale Ligure groß geschrieben wird? 

Finale on the rocks: Klettern in Finale Ligure 

Seit mittlerweile mehr als 50 Jahren zählt die Umgebung rund um den kleinen Küstenort Finale Ligure unter Sportkletterern zu den beliebtesten Klettergebieten in Europa und in Italien. Mehr als 3.000 Kletterrouten in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden wurden hier im Lauf eines halben Jahrhunderts eingerichtet. Dabei haben überwiegend kundige lokale Kletterer die sogenannten Sektoren erschlossen und zur Absicherung mit Bohrhaken versehen. Das einzige kleine Manko ist, dass Anfänger und Wiedereinsteiger in Finale eher schlechte Karten haben. Zwar reicht die Palette der Kletterrouten in den Schwierigkeitsgraden von 3 bis 8c+ nach der französischen Kletterskala, aber die meisten Routen liegen in den Schwierigkeitsgraden 6a bis 7a. Dabei gibt es sowohl kurze Sportkletterrouten als auch alpine Mehrseillängen über mehrere hundert Meter. Wer aber ein wenig Training und Kletterkönnen mitbringt, wird von der Griffigkeit und dem Abwechslungsreichtum des Kalkgesteins begeistert sein. Ebenso übrigens wie von dem Naturerlebnis in grandioser Landschaft. Denn schon allein für den Blick über die Täler aufs Meer lohnt sich die Wohnmobil Tour oder die Fahrt mit dem Wohnwagen Gespann hierher.

Abenteuerliche Zustiege und spannende Wanderpfade

Wer mit seinem Camper wie von anderen Klettergebieten gewohnt möglichst nah an den Fels fahren möchte, muss in Finale Ligure allerdings umdenken. Solche Gebiete gibt es bisweilen zwar auch, aber für die schönsten und spannendsten Klettersektoren muss man schon beim Zustieg etwas leisten. Dafür sind diese dann aber auch deutlich weniger überlaufen als andere. Außerdem stellt so mancher Zustieg schon an sich eine tolle Wanderung und ein eigenes Erlebnis dar. Dazu zählt beispielsweise der Zugang zur Grotta dell´Edera oberhalb des Tals Valle Urta am Parete Dimenticata: Wer sich die geologisch beeindruckende und nach oben offene Grotte ansehen möchte, muss sich zunächst an Fixseilen seinen Weg durch eine dunkle Höhle bahnen. Nichts für schwache Nerven ist auch die etwa zehn Meter hohe Felsstufe, die man an Eisenklammern hinabsteigen muss, um zum Sektor Falesia del Silenzio am Rian Cornei zu gelangen. Dafür wird der Nervenkitzel aber mit einer tollen Aussicht belohnt – und Kletterer finden hier einige der schönsten Kletterrouten von Finale, während Wanderer einen fantastischen Abenteuerpfad vorfinden. An eine Möglichkeit zum Absichern am Fels sollten aber auch Wanderer auf diesen Abschnitten denken! 

Wandern in Finale Ligure: Touren im finalesischen Hinterland 

Aber auch für weniger abenteuerlustige Wanderer hat das finalesische Hinterland einiges zu bieten. Zahlreiche gut markierte Wanderwege führen durch die abgeschiedenen Täler der Seealpen, die geprägt sind von terrassierten Hängen mit Weinreben, Olivenhainen und Zitrusbäumen. Und dort, wo eine landwirtschaftliche Nutzung nicht möglich ist, herrscht noch die ursprüngliche Macchia mit Ginster, Euphorbien, Zistrosen, Myrte, Steineichen, Thymian, Lavendel, Rosmarin und Aleppokiefern. Die Wanderwege schlängeln sich teils zwischen byzantinischen und mittelalterlichen Überresten hindurch und selbst in den kleinen Bergdörfern ringsherum spiegeln sich heute noch Jahrhunderte an barocken und maurischen Einflüssen wider.

Eines der wichtigsten Beispiele des ligurischen Barock stellt jedoch die Fassade der Basilika S. Giovanni Battista aus dem 17. Jahrhundert dar. Sie befindet sich in Finalmarina, dem touristischen Zentrum von Finale Ligure an der Küste. Hier steht im Sommer das „Dolce far niente“ im Fokus – mit Sonnenbaden, Wasserspaß sowie dem Flanieren auf Strandpromenaden und in den Gassen des alten Fischerdorfs. Etwa zwei Kilometer nordwestlich schließt sich der Ortsteil Finalborgo an, in dem noch zahlreiche historische Bauwerke und Gebäude ab dem 15. Jahrhundert erhalten geblieben sind. In den engen Gassen reihen sich Handwerksläden aneinander, in denen Kreatives aus Stein, Keramik, Glas, Holz und Eisen angeboten wird. Nicht zu vergessen die zahlreichen Trattorien, Cafés und Eisdielen, die überall in Finale zu einer genüsslichen Pause nach einem aktiven Kletter- oder Wandertag einladen.

Wann ist die beste Reisezeit für Finale Ligure? 

Finale Ligure liegt in Italien zwischen Savona und Albenga, knapp 80 km südwestlich von Genua. Aufgrund des milden Klimas am Mittelmeer eignet sich Finale Ligure fast ganzjährig zum Klettern und Wandern - und übrigesn auch zum Mountainbiken. Die besten Jahreszeiten sind aber das Frühjahr und der Herbst. Im Sommer kann es bisweilen sehr heiß werden, wobei man auch dann in den Bergen etwas kühlere Temperaturen vorfindet als an der Küste. 

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