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Die Seniorenmädels sind wieder auf Tour... - Part 4

Outdoor und Sport
buerstner
von Bürstner

Die Seniorenmädels sind wieder auf Tour... - Part 4

Von der Dreisam bis zur Newa

Marianne und Inge, beide im besten Rentenalter, machen jedes Jahr interessante Fahrten mit ihrem Bürstner Nexxo.

Es geht weiter am nächsten Morgen...

Der Tagesbeginn unterscheidet sich heute ganz erheblich vom Alltäglichen. Es gab mal wieder ein nächtliches Gewitter, aber die Nachttemperatur ging nicht unter 17 Grad. Morgens begrüßt uns dann schon der blaue Himmel, die paar Restwolken stören uns nicht. Der erste Weg führt uns, wie geplant, ins Hotelschwimmbad. Eine Finnin kommt hinzu und zeigt uns die Finessen des Bades. Massagedüsen, Gegenstromanlage, Wasserschwall, echt gut. Schade, dass wir mit den Finnen, die hier sehr oft anzutreffen sind, nicht gut reden können. Besser gesagt, wir verstehen absolut gar nichts, aber umgekehrt ist es genau gleich. Dennoch, mit Händen und Füßen klappt es auch. Es kommen noch etwa 6 Leute dazu, alle Finnen. Dann kommt eine Dame, die Physiotherapeutin für die Wassergymnastik. Wir werden gleich zur Teilnahme eingeladen, und so verschleudern wir heute unsere Frühstückskalorien, schon bevor wir sie verspeist haben. Danach noch ein paar Bahnen schwimmen, wir haben unsern Spaß und lassen uns von netten Damen anleiten, wie man anschließend hier in die Sauna geht. Das bedeutet, wir machen einen Saunagang und entspannen die schon gedehnten Muskeln. Duschen und ab zum Frühstück. Jetzt haben wir so richtig klasse den Tag begonnen. Nach dem ausgiebigen Frühstück, setzen wir unser Vertrauen auf Schusters Rappen und schauen die Stadt an.

Endlich wirklich einmal ein Städtchen, wo Einheimische den Alltag leben und wir teilhaben dürfen. Ein kleiner Markt mit handgestrickten Sachen, etwas Holzarbeiten, besonders aus Wacholderholz, fast so, wie wir es in Schweden gesehen haben. Wir schauen dem Treiben zu, Inge probiert sogar einen Pullover an, aber die Wolle kratzt zu arg. Es wird warm und wärmer. Schon gegen Mittag beginnt sich der Teer auf den Straßen zu verflüssigen. (...)

Nach dem Besuch des einzigen Frauenklosters in Estland geht die Reise für Marianne und Inge weiter in Richtung Tallinn...

(...) Wir erreichen Tallinn ziemlich schnell, kaufen noch ein und machen uns auf den direkten Weg zum City Camping. Der City Camping sollte nach unseren Recherchen geeignet sein, um unsere „Casima“ dort für fünf Tage zu parken, während wir selbst weg sind. Das sieht aber alles schon aus. Wir sind im Hinterhof von Messehallen. Der junge Mann von der Rezeption hat in einem kleinen Nebenraum eine Matratze liegen, die offenbar sein Nachtlager ist. Wir fühlen uns nicht wohl und erst recht nicht sicher. Dann hören wir noch, dass es keine Bewachung gibt. Es ist eine ganz bedrückende Situation hier. Wir schließen sogar die Türen des Fahrzeugs ab, wenn wir sie nicht im Auge haben. Wir besprechen uns kurz und sind uns sofort einig, dass wir jetzt erst mal die Lage und die anderen Möglichkeiten ergründen wollen. Hierher zurück können wir allemal.

Es macht uns nichts aus, mit unserem 7,50 m langen Gefährt durch die städtischen Straßen zu fahren. Zuerst steht der Busbahnhof auf dem Programm. Wir möchten genau wissen, wo unser Bus nach St. Petersburg startet. James, unser Navi, kennt sich aus. „Tom Tom“ ist zu empfehlen. Der kürzeste Weg zum Busbahnhof führt natürlich mitten durch die Stadt. Wir erfahren, dass es zwar bewachte Parkplätze gibt, dass aber die Gegend um den Busbahnhof – vereinfacht gesagt -nicht wirklich sicher sein soll. Tallinn ist eine Hafenstadt, wo täglich etliche Schiffe ankommen.

Eine weitere Möglichkeit, das Fahrzeug zu parken, soll im Yachthafen sein. Die Beschreibungen für Wohnmobile lesen sich aber nicht als gute Empfehlung. Wir entscheiden uns, eine Möglichkeit am Fährhafen anzuschauen. Inge vertippt sich bei der Eingabe der Koordinaten, und später wissen wir, dass das eine richtig glückliche Sache war. Wir „landen“ am und im Yachthafen, genau da, wo wir nicht hin wollten.

Bei genauerem Hinsehen passt das aber genau für uns: Hier ist ein bewachter Wohnmobilplatz, der junge Mann an der Rezeption spricht gut Englisch, wir können das Auto bewacht stehen lassen. Um seine Aussage zu unterstreichen, bietet er uns den Platz direkt vor dem Büro an, das gleichzeitig Hafenmeisterei ist. Dort sitzt Tag und Nacht jemand an der Schranke; alles ist zusätzlich mit Video überwacht, und nochmal zusätzlich macht ein Sicherheitsdienst nächtliche Rundgänge. Dass die Sicherheit für uns hier erste Priorität hat, ist schon mal klar. Kosten 14 € für 24 Stunden, inclusive Strom, was wollen wir mehr. Wir stehen mit einigen Reisemobilen unmittelbar neben den teuren Yachten, die hier gebaut und gehandelt werden. Ein paar Angler warten auf das Abendessen. (...)

(...) Ein kleineres Restaurant im Sportzentrum ermöglicht es, unsern Hunger zu stillen. Danach folgen ein Spaziergang und ein Geistesblitz. In unmittelbarer Nähe zum Yachthafen gibt es ein großes Hotel, das aufwendig saniert wurde. Es gehörte damals zum olympischen Dorf. Das Schwimmbad hat entsprechende Größe, und alles, was zum Sanitärbereich und zur Sauna gehört, ist bestens gepflegt und sehr modern. Und jetzt kommt der Geistesblitz: Ich frage im Hotel, ob wir für morgens eine Möglichkeit bekommen können, eine Runde zu schwimmen, gegen Eintrittsgeld versteht sich. Schwimmen sei unser absoluter Lieblingssport, und bei den tollen Anlagen wäre das der richtige Tagesbeginn für uns. Die Dame an der Rezeption ist verwundert, diese Frage war ihr wohl noch nie gestellt worden. Sie telefoniert und antwortet dann, dass wir herzlich willkommen sind. Wir können kommen, wann und so oft wir wollen, keine Reservierung, kein Geld, nur . Dusche, Schwimmbadbad, Sauna, alles vom Feinsten; das werden wir morgen früh testen.


Wer jetzt schon wissen will, wie die Reise im Nexxo weitergeht, der kann das Buch "Träume werden wahr" von Marianne Müller auch im Tredition Buchshop erwerben.

ISBN

PaperbackISBN 978-3-7323-2819-2

HardcoverISBN 978-3-7323-2820-8

E-BookISBN 978-3-7323-2851-5