• 4

Die 10 Camping NO-GOES!

Aktiv sein und Entspannen
freeontour
von Isabel Speckmann isaswomo.de und FREEONTOUR; Copyright Text und Bildrechte liegen bei Isabel Speckmann und FREEONTOUR

Die 10 Camping NO-GOES!

Ostern ist vorbei, der Frühling steht mit Kraft in den Startlöchern, die Temperaturen steigen, die Sonne lockt, die Tage werden langsam länger, die Nächte lauer und die Campingsaison nimmt so richtig Fahrt auf, eeendlich!!!

Haaaaach, klingt das nicht perfekt, der Camping Traumurlaub kann starten… fast schon zu schön um wahr zu sein, und leider trügt der Schein nur allzu oft! Alles wäre perfekt, wäre da nicht der ein oder andere Campingnachbar der zum Horrorcamper mutiert. Damit ihr die größten Fettnäpfchen umschiffen könnt, so dass eure Nachbarn euch nicht morgens schon mit einem Augenverdrehen anstelle eines “Guten Morgen” begrüßen, kommen hier 10 Camping NO-GOES zum wundern, fürchten, gruseln und NICHT nachmachen von Isa, der "Womo-Bloggerin" auf im FREEONTOUR-Portal.
Alles was hier beschrieben wurde, habe ich selber schon mehrfach schnaubend erlebt, auch wenn meine Beschreibungen ganz sicherlich das ein oder andere mal mit einem Augenzwinkern zu verstehen sind! Los geht’s:

1) Nachts ankommen mit großem Traraaaa

Ok, ich kann es nachvollziehen, dass man manchesmal einfach nicht früh genug zu hause los kommt, um frühzeitig und noch vor der Nachtruhe am Ziel anzukommen. Aber wenn man schon (notgedrungen) zur Nachtruhe auf einem Stellplatz landet, würden sich alle Nachbarn sehr darüber freuen, wenn nicht erst mit großem Traraaa das “Ankommen” gefeiert wird!

Da muss man nicht unbedingt zig mal die Türen schlagen und über drei Parzellen rufen: “Schatz, hasse ma 50 Cent für’ n Strom?!" Da muss man auch nicht Anfangen noch die Markise aus zu kurbeln, die Fahrräder mit lautem Krachen vom Fahrradständer zu hieven und die Kids müssen auch nicht dringend noch in der selben Nacht den Platz erkunden. Ich schwöre es euch, wenn ihr mit all dem auf den nächsten Morgen wartet, werdet ihr auch viel, viel freundlicher “empfangen!"

2) Spielende Hunde am frühen Morgen

Klar ist doch, alle Leute auf diesem Platz haben gerade ihren wohlverdienten Urlaub! Und für viele, viele Menschen gehört zum Urlaub auch, aufwachen ohne den Wecker zu stellen. Nur weil morgens beim Nachbarn nicht der Wecker klingelt, muss euer Hund diesen Job nicht übernehmen. Es ist ja super wenn Herrchen oder Frauchen morgens um 5.30 Uhr schon fidel und fit ist und sich auf den Marsch zum nächsten Bäcker aufmacht. Noch schöner wäre es allerdings, wenn Wauzi dabei NICHT den quietsche Ball wie wild bearbeitet und der gesamten Nachbarschaft beweist, das die Familie von Platz 38 schon wach ist.

Genauso wenig muss man das Quietschie über den ganzen Platz schleudern, so dass die Fellnase mit Vollspeed hinterherjagt und vor Freuden bellt wie wild… Macht das doch außerhalb, früh morgens habt ihr mit Sicherheit Strand, Wald, Deich oder was auch immer fast für euch allein und die Mitcamper werden es euch “ tierisch” danken.

3) Plätze auf Stellplätzen reservieren

Ach so ein gaaaanz besonders Mitcamper freundliches Thema… Stellplätze sind im Gegensatz zu Campingplätzen ja eigentlich dafür gedacht, wenige (1,2,3) Nächte an einem Ort zu verbringen und dann weiter zu tuckern.
So herrscht ein ständiges kommen und gehen und selbst zur Hochsaison hat fast jeder die Möglichkeit regelmäßig einen Platz zu ergattern. Stellplätze sind im Normalfall nicht dazu gedacht, dass man Parzellen mit Stühlen, Fußmatten und Keilen blockiert, dann den ganzen Tag samt Womo unterwegs ist und am späten Abend auf “ seine” Parzelle zurück kehrt. Gerade zur Hochsaison ist es einfach jedem anderen Camper gegenüber unfair, der auf den STELLplatz auffährt und im schlimmsten Fall diesen wieder verlassen muss, weil jede 3. Parzelle reserviert wurde. Stellplätze sind zum stehen da, wer den Vorteil von fest zugeteilten Parzellen haben möchte, sollte ganz einfach auf einen Campingplatz!

4) Extra breit machen

Wo wir schon gerade beim Parzellen reservieren sind, miiiindestens genau so schlimm ist es sich absichtlich extra breit zu machen zu Zeiten in denen es richtig trubelig wird… Sorry Freunde, aber mal ehrlich: wenn man doch sieht, ok der Platz wird voll, dann ist es doch echt nicht nötig, dass man nochmal schnell die Markise 50 cm weiter ausfährt um damit die Nachbar-Parzelle mit zu belegen! Das Alles nur damit man selber mehr Platz für sich hat. Und wenn ich dann Frage, ob es vielleicht möglich ist, die Markise nicht ganz aus zu kurbeln, damit ich noch daneben passe, finde ich die Antwort: "jaaaaaaa neeeeee, das machen wir extra aus Brandschutzgründen!!!"
Wenn euch der Platz nicht passt, zu “gefährlich” erscheint, euch die Parzellen zu eng sind, dann fahrt doch wo anders hin. Auswahl gibt es genüüüüügend…. 2 Parzellen zu belegen, gerade zu Zeiten in denen es voll wird, geht GAR NICHT !!!!

5) Pöhlende Kids zwischen den Wohnmobilen

Ui, ui, ui gefährliches Thema, contra Kinder…. und ich trau mich trotzdem! :-)
Ganz ehrlich liebe Mamas’s und Papa’s, Oma’s und Opa’ s: es ist ja wirklich toll wenn ihr mit euren Kids campen geht. Meine Eltern waren nie mit mir campen, bei uns ging es immer mit dem Flieger zum All inklusiv Club Urlaub und heute finde ich es schade, denn für die Kids sind Campingurlaube bestimmt super!
Aber so gar nicht super finde ich es, wenn eure Kids wie wild über den Stellplatz Fußball zocken. Wenn es dann so weit geht, nur weil die Womos ja so praktisch stehen, ist die Lücke zwischen zwei Wohnmobilen das Tor, und gezockt wird am besten noch mit einem “Lederball “, dann stehen mir die Haare zu berge.

Niemand hat etwas dagegen wenn euer eigenes Womo zur Villa Kunterbunt wird, aber wenn mein Womo zum Tor Pfosten wird, find ich das schon ziemlich beschissen. Spielt doch mit euren Kids vor den Toren des Platzes bzw. auf den Spielwiesen, da macht das doch auch viel mehr Spaß…. auch allen Nachbarn!

6) HUNDE

... und wenn ich schon das Kinder Thema anspreche, lehne ich mit dem Thema Hund noch weiter aus dem Fenster.:-)
Ich selber habe einen Hund und meine Milla ist mein ein und alles, ich weiß also wovon ich hier schreibe! Aaaaber, wenn doch ein Stell oder Campingplatz vorgibt, Hunde bitte anleinen, dann leint sie doch verdammt nochmal auch einfach an! So schwer ist das doch gar nicht! Die meisten Plätze liegen irgendwie “ Natur verbunden”, ich meine damit am Meer, See, Feld, Strand, Wiese oder Wald… da könnt ihr so vieeeel laufen, spielen und machen und tun, wie die Hundepfoten tragen. Wenn danach der Hund zurück kommt, ist es doch echt kein Akt, wenn er den Weg zum Womo und sein wohl verdientes Schläfchen angeleint verbringt. Foto: Isa und Mila

Ich selber bin wie gesagt Hundebesitzer, aber ich habe trotzdem Angst vor fremden Hunden, so wie viele, viele andere Leute auch. Dann ist es auch fast egal ob ein wildgewordener Pinscher auf mich zu rast, oder ob eine angeschluffte Dogge sich langsam anschleicht. Also leint eure Vierbeiner doch bitte an… das ist im Übrigen auch für die, wie vorgeschrieben, anderen angeleinten Hunde deutlich angenehmer. Denn wenn ein freier Hund, einem angeleinten Hund zu nahe kommt, ist es für den angeleinten IMMER ein doofes Spiel, denn die angeleinte Fellnase kann aus dieser Situation nicht “entkommen”... und das ist ganz, ganz doof!!!
Zum Thema “ Hunde und ihre Geschäfte” auf Stell oder Campingplätzen will ich gar nicht viel schreiben, nur so viel… auch Hunde die an fremden Fahrzeugen und Markisen Stangen ihr Bein heben, oder ihr Geschäft auf den Stromkabeln “verteilen “, werden nicht herzlich willkommen geheißen!

7) Kuschelcamping bei freien Plätzen

Zu absoluten Hochzeiten sind die Plätze bekannter Weise natürlich voll und da ist es ganz normal, dass man vielleicht auch mal etwas enger zusammenrücken muss, siehe Punkt 4! Aber an vielen Tagen im Jahr sind die Stell oder Campingplätze eben nicht ausgebucht, ganz im Gegenteil, gerade im Winterhalbjahr kann es ja schon fast “einsam” werden.
Genau dann, wenn so viel Platz da ist, wäre es doch wunderschön wenn jeder ein bisschen mehr Platz für sich hat, und man nicht diiiirekt Tür an Tür steht. Kuschelcamping auf fast leeren Plätzen, damit der Nachbar auch noch den kleinsten Schnarcher mitbekommt, schön ist das nicht wirklich! ;-) (Blick aus Isa's Womo-Fenster)

Soooo und jetzt kommen wir zu den wirklich schäbbigen Dingen !

8) Spülbecken, für andere Dinge missbrauchen

Auf den Campingplätzen sind Bereiche in denen man sein dreckiges Geschirr spülen kann mittleweile Standart, aber auch immer mehr Stellplätze führen diese Becken ein. Gedacht zum Geschirr spülen, Obst waschen oder Gemüse putzen… Soweit, so praktisch. Wenn dann aber genau dieser Bereich dazu genutzt wird, das jemand seine dreckigen Socken und Schlüpper dort wäscht, dann wird’s langsam wirklich gruselig!


Diese Bereiche sind auch nicht gedacht um Hunde zu duschen oder Kinder zu waschen… Mann Leute, für all diese Dinge gibt es auf den meisten Campingplätzen besondere Stellen und wenn es diese nicht gibt, ihr habt alle eine Spüle, Dusche und Waschbecken im Womo! Dann sollte man diese nutzen… auch das ist möglich! Aber Wäsche waschen im Spülbecken, und der Nächste legt dann seine Tomaten zum Abbrausen ins selbe Spülbecken… echt ekelig!!!

9) Die Entsorgungsstation

Wer sich unter Punkt 8 schon geschüttelt hat, dem sei gesagt, es geht noch schlimmer !!! Was ich so manchesmal im Bereich der Entsorgungsstationen gesehen habe, ja sagt mal Leute…??? Das fängt damit an, dass einige anscheinend zu faul sind das Womo nochmal eben einen Meter zu versetzten… neeee, da lässt man lieber das Grauwasser quer über die Station laufen und der nächste Nutzer kann dann zwischen den stinkenden Pfützen hin und her trampeln!
Aber damit ist es noch lange nicht genug… Während das Grauwasser quer über die Station läuft, wird noch schnell das Chemie Klo geleert. Leider so, dass der nächste Nutzer noch sehen kann, was es 2 Tage zuvor zu essen gab. Da bleibt das genutzte Toilettenpapier quer über den Ablaufstutzen kleben und wenn es ganz doof läuft liegt auch noch ein einzelner Köttel daneben! Warten einige von Euch noch auf Ergebnisse einer Stuhlprobe? So funktioniert das nicht! Mensch… liebe Horrocamper… schlimmer gehts nimmer !!! Foto,Quelle: Nutztier-Arche Wendlandhof-Prezier

10) Frischwasserschlauch zum WC Kanister spülen nutzen

Aber das aaabsolut Schlimmste und was leider immer, immer wieder passiert, ist, wenn ihr den Schlauch zum Frischwasserauffüllen zum WC Kanister sauber machen nutzt… BUUUUUUAAAAA !!!

BITTE, BITTE achtet darauf wozu die einzelnen Schläuche sind, denn wer mit dem Frischwasserschlauch seinen Klo Kanister spültund dabei das Schlauchende tief in die “Modderkiste” steckt, macht einen echten Fehler! Denn der Nächste, unwissende Nutzer, füllt mit genau diesem Schlauch seinen Frischwassertank… da tanzen dann die E-Coli Bakterien im Frischwassertank Tango! Das ist wirklich nicht so toll und kann im wahrsten Sinne des Wortes übel enden!!!

So, das waren meine 10 absoluten Camping “NO GOES “... Fehler können immer geschehen, niemand ist perfekt und wir sind alle nur Menschen! Aber wenn es ständig nur darum geht, ich, ich, ich und nach mir die Sinnflut, dann sind wir weeeeit weg von dem Gedanken einer großen Campingfamilie
Also, ich wünsche euch allen eine super schöne Campingsaison, habt ganz viel Spaß und denkt hin und wieder auch mal an eure Mitcamper. Verhaltet euch doch einfach so, wie ihr selber gerne Plätze, Nachbarn und Sanitäranlagen erleben möchtet, dann sollte alles perfekt sein!
Bis bald, bleibt gesund eure...
Isa

Noch mehr spannende Geschichten rund um das Thema "Unterwegs mit dem Wohnmobil", Tipps und Tricks, Videos etc. findet Ihr in Isa's Blog: http://isaswomo.de/