Camping in Norditalien

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von FREEONTOUR, Titelbild: Pixabay

Camping in Norditalien

Vom Gardasee zum Lago Maggiore

Wohin eigentlich mit dem Resturlaub? Unser Tipp: Während der März in deutschen Gefilden oft noch kühle Temperaturen und Wolken mit sich bringt, ist die Sonne in Norditalien schon ein oft gesehener Gast - das perfekte Reiseziel für die erste Tour des Jahres mit dem Wohnmobil, bevor der Frühling endgültig auch zu Hause Einzug hält. 

Was hat der Norden von Italien im Frühling zu bieten? 

Im März erwachen in Norditalien viele Restaurants und Geschäfte aus dem Winterschlaf und es herrscht wieder Leben auf den Piazzas. Auch die ersten Campingplätze öffnen erneut ihre Türen. Höchste Zeit also für ein italienisches Eis in der Sonne, ausgedehnte Shoppingtouren und Wander- wie Radtouren in der Natur! Der große Vorteil von Norditalien: Die facettenreichen Sehenswürdigkeiten liegen nicht weit voneinander entfernt und man kann innerhalb weniger Tage vieles entdecken. Auch der Kontrast zwischen pulsierenden Metropolen  sowie verschlafenen Örtchen und Naturidylle ist magisch. Begleiten Sie uns auf unserer rund einwöchigen Tour durch den schönen Norden von Italien. Wir erkunden den Gardasee, Verona, Mailand, Turin und den Lago Maggiore und durchqueren dabei die Regionen Trentino, Lombardei, Venetien und Piemonte.

Weinproben, Bootstouren und malerische Orte am Gardasee

Nicht umsonst ist der Gardasee eines der beliebtesten Reiseziele für Urlauber mit Wohnmobil oder Camper Van. Man kann stundenlang am Wasser entlang flanieren, die hübschen Dörfer mit ihren authentischen Bauernmärkten entdecken und Genusswanderungen mit Ausblicken über den größten See Italiens unternehmen. Windsurfer kommen ebenfalls auf ihre Kosten – ein beliebter Ort für diesen actionreichen Wassersport ist Torbole im Norden. Der lokal produzierte Qualitätswein der umliegenden Reben schmeckt großartig zur italienischen Küche. Besonders bekannt sind die Weine aus Lugana und Bardolino. Schon auf der Fahrt zum Gardasee kommen Sie an pittoresken Weingütern und den typischen Steinmauern vorbei. Viele Güter bieten Führungen mit Weinproben und Verköstigungen an – ein Stopp lohnt sich!

Während die Landschaft im Süden des Gardasees relativ flach ist, tun sich im Norden die Berge auf. Der höchste Berg um den Gardasee ist mit 2.218 m der „Monte Baldo“. Wer den Gardasee überblicken möchte, fährt am besten mit der Gondel von Malcesine aus auf den Gipfel. Wanderfreunde finden hier ein Netz an anspruchsvollen und leichten Wegen. Der Blick von oben ist spektakulär – das Wasser funkelt in der Sonne und der tiefblaue Gardasee zeigt sich in seiner ganzen Pracht. Die Tickets kosten 20 Euro pro Person. Wer den Gardasee von allen Seiten kennenlernen möchte, kann ihn auf der Uferstraße „Gardesana“einmal mit dem Wohnmobil umrunden. Die Strecke ist circa 160 km lang und lässt sich in drei bis vier Stunden befahren. So bekommt man in kurzer Zeit einen guten Eindruck des facettenreichen Gewässers und kann stehenbleiben, wo es einem gerade gefällt.

Zum Baden ist das Wasser im März zwar noch zu frisch, doch spricht nichts gegen eine Bootstour auf dem Gardasee. Vom einfachen Ausflugsdampfer bis zur kleinen Charter-Yacht gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die schönen Orte um den See vom Wasser aus zu bewundern. Auf „Hop-on-hop-off-Bootstouren“ kann man immer wieder aussteigen und die einzelnen Örtchen kennenlernen. Zu den schönsten zählen das quirlige Riva, der Weinort Bardolino, das romantische Sirmione mit seiner prächtigen Burg oder das idyllische Lazise. Doch welcher der schönste Ort rund um den Gardasee ist, darüber streiten sich nicht nur die Einheimischen, sondern auch die Touristen. Das muss wohl jeder für sich selbst herausfinden.

Campingplätze von einfacher Ausstattung bis zu 5-Sternen finden sich rund um den Gardasee verteilt. Einen guten Überblick finden Sie hier.

Verona lockt mit viel Geschichte, Kunst und Kultur

Nach unserem Aufenthalt am Gardasee schnuppern wir ein wenig Stadtluft – und zwar im schönen Verona. Die italienische Stadt in Venetien ist nur 30 Kilometer vom Gardasee entfernt – die Reise ist also ein Katzensprung. Verona ist berühmt für ihre mittelalterliche Kulisse, welche der Schauplatz von Shakespeares „Romeo und Julia“ ist. Die Stadt ist stets in warmes Licht getaucht und die vielen kleinen Plätze und Gassen sind wahrhaftig zum Verlieben. Verona ist geprägt vom Fluss Etsch mit seinen geschwungenen Brücken, der mitten durch die Stadt fließt. An seinem quirligen Ufer reihen sich lauschige Plätzchen und gemütliche Cafés aneinander.

Verona steckt außerdem voller Geschichte und Überraschungen. Hier und da schmücken antike Statuen, Fresken, Brunnen und Portale das Stadtbild. Die „Arena von Verona“, ein gigantisches römisches Amphitheater aus dem 1. Jahrhundert, erbauten die Römer einst für blutige Gladiatorenkämpfe. Heute finden dort Opernaufführungen und Konzerte statt. Einige der berühmtesten Kulturevents sind das alljährliche Opernfestival, das Shakespeare Festival und das internationale Filmfestival für Romanzen. Im Jahr 2000 erhielt Verona den Titel des Weltkulturerbes. Als Grund gab die UNESCO an, dass die Stadt seit über 2.000 Jahren wächst, wobei jedoch die Pflege der antiken Gebäude niemals vernachlässigt wurde. In der geschichtsträchtigen Stadt vereint sich die Historie ganz Italiens – Römer, Barbaren und viele andere Völkerstämme hinterließen ihre Spuren in den Bauwerken der Stadt.

Nahe des Zentrums von Verona gibt es einen Stellplatz für 37 Wohnmobile. Oberhalb von Verona liegt die Camping-Oase „Camping Castel San Pietro“. Wer seine Tour bis in den April hinein legt – dann öffnet der Platz nach der Winterpause – sollte hier unbedingt eine Nacht verbringen. Der von Bäumen umgebene Platz bietet eine tolle Aussicht auf die Stadt und wirkt durch die alten Stadtmauern Veronas wie gemalt.

Mailand – Mode-Metropole mit Charme

Anschnallen bitte, nun wird es kosmopolitisch! Willkommen in Mailand, weltweit angesehen als Zentrum für Mode und Design. Nur etwa zwei Stunden Fahrt trennen Verona von der Metropole. Nicht umsonst wird Mailand auch „die heimliche Hauptstadt Italiens“ genannt – sie ist eine Stadt der Kunstgeschichte, der Sterne-Restaurants, exquisiter Boutiquen und kultureller Highlights. Das wohl bekannteste Bauwerk der Stadt ist der Mailänder Dom. Er zählt zu den größten Kathedralen weltweit und seine Bauzeit betrug unglaubliche 600 Jahre. Selbst Kulturmuffel, die für gewöhnlich keine Kirchen mögen, sind fasziniert von dem weißen Marmor und der Präzision des gotischen Doms. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, kann man online Eintrittskarten reservieren– zum Beispiel auf getyourguide.de. Die FREEONTOUR-Kundenkarte bietet hier übrigens noch einen schönen Rabatt. 

Ebenfalls sehenswert ist in Mailand das Kloster Santa Maria delle Grazie, in dem sich Leonardo da Vincis berühmtes Werk „Das letzte Abendmahl“ befindet. Auch hier empfiehlt es sich, zuvor Eintrittskarten zu reservieren – der Besucherandrang zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Norditalien ist hoch. Ein architektonisches Meisterwerk und beliebtes Fotomotiv ist aber auch die „Galleria Vittorio Emanuele II“. Die Shoppinggalerie mit der majestätischen Glaskuppel und dem edlen Mosaikboden wurde im Jahr 1867 durch König Emanuele II eröffnet. Dies ist aber nur ein Bruchteil der Sehenswürdigkeiten, die Mailand bereithält. Einen Besuch wert ist auch das „Quadrilatero d'oro della moda“, Mailands goldenes Modeviertel, wo die großen Designer ihre neuesten Kreationen in eleganten Showrooms präsentieren. Opernfreunde sollten sich einen Abend im „Teatro alla Scala“ nicht entgehen lassen – es zählt zu den schönsten und originalsten Opernhäusern der Welt. Und wussten Sie schon, dass das italienische Gebäck „Panettone“ aus Mailand stammt? Zwar bekommt man die süße Versuchung fast überall in Italien, aber in ihrer Heimatstadt schmeckt sie doch am besten. Man findet „Panettone“ in den meisten Bäckereien und Cafés in von Mailand.

Etwas außerhalb des Stadtzentrums von Mailand - im Grünen gelegen - befindet sich der Campingplatz „Camping Village Città di Milano“. Mit der U-Bahn und Bussen gelangt man von hier aus bequem ins Stadtzentrum.

Turin beeindruckt mit barocker Schönheit & kulinarischen Schätzen

Wir sind wieder auf Tour und erreichen in etwas mehr als zwei Fahrstunden Turin, eine durchaus unterschätzte Stadt mit prunkvollen Palästen, weitläufigen Alleen und traditionellen Kaffeehäusern, die bereits Friedrich Nietzsche zu schätzen wusste. Vielen kommt bei Turin als Erstes die Automarke Fiat in den Sinn, denn die kleinen Flitzer, die den entspannten italienischen Lebensstil verkörpern, werden hier seit dem Jahr 1899 hergestellt. Darüber hinaus ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch das eigene Wohnmobil auf einem Fiat-Chassis basiert. Doch Turin hat weitaus mehr zu bieten! Einst, von 1861 bis 1865, war sie sogar die Hauptstadt Italiens. So ist Turin entgegen der Vorstellung vieler Touristen kein graues Zentrum der Autoindustrie, sondern eine der grünsten Städte in Italien. Vor den Toren von Turin laden Wanderwege wie die „Tourdella Bessanese“ zum Ausflug in die italienischen Alpen ein. Wer nicht ganz so hoch hinaus möchte, genießt von der Festung „Fortezza di Fenestrelle“ einen weiten Blick über Turin.

Noch dazu kommen jede Menge bekannte italienische Gerichte und Weine aus der Provinzhauptstadt Piemonts. Grissini, Martini, Barolo, Bicerin, Vitello tonnato, Gianduiotti – das kommt einem doch vertraut vor, oder? Eine Flanier-Tour durch Turin beginnt man am besten an der „Piazza Castello“, einem imposanten Platz im Herzen der Stadt, der von barocken Museen, historischen Cafés und Theatern gesäumt ist. Im Zentrum des Platzes liegt der repräsentative Palast „Palazzo Madama“, in dem einst die Herrscher von Savoyen lebten und der heute ein Museum für Kunstgeschichte ist. Von hier auslässt sich Turin wunderbar zu Fuß erobern.

Für einen oder auch mehrere Stopps zwischendurch drängen sich die vielen Kaffeehäuser geradezu auf. Dort ist noch immer der Charme aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu spüren, als sich Intellektuelle, Schriftsteller, Künstler, Revoluzzer und natürlich die feinen Damen hier zu tiefsinnigen Gesprächen einfanden. Neben Kaffee – Turin ist seit 1895 Sitz der Firma Lavazza – gibt es hier eine große Auswahl an Aperitifs, Pralinen und Bonbons. Unser Tipp: Probieren Sie unbedingt „Bicerin“ – ein Getränk aus Espresso, Vollmilch und Kakao – und zwar am besten dort, wo es erfunden wurde, nämlich im „Café el Bicerin“.

Lago Maggiore

Langsam neigt sich unsere Reise durch Norditalien dem Ende zu, doch keine Sorge – eines der Highlights wartet am Schluss. Die Rede ist vom Lago Maggiore, einem kleinen Paradies, umrandet von den italienischen Alpen. Ob für Sportliche, Kulturfreunde, Naturliebhaber oder Genießer, der Lago Maggiore hält viele Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten bereit. Beginnen wir in Locarno, der Hauptstadt der Region Tessin, die für ihr Kulturleben und die alljährlich stattfindenden Filmfestspiele bekannt ist. Die verträumte Altstadt lädt ein, sich in ihren kleinen Gassen zu verlieren und in den Geschäften nach Handgemachtem und Kulinarischem aus der Region zu stöbern. Hoch über der Stadt thront die Wallfahrtskirche „Madonna del Sasso“, die Kunstliebhaber mit ihren Wand- und Deckengemälden und zahlreichen Skulpturen verzaubert.

Ein weiterer Höhepunkt am Lago Maggiore ist der Wochenmarkt von Luino. Jeden Mittwoch werden hier regionales Obst und Gemüse, eigens produzierter Wein, Wurst und Käse sowie Kleider-Schnäppchen feilgeboten. Hier gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm, denn es hat sich bereits herumgesprochen, welche Schätze hier warten. Wer etwas Erholung und Ruhe tanken möchte, sollte die Barromäischen Inseln erkunden. Diese drei grünen Oasen im Lago Maggiore sind über Bootstouren von Stresa aus zu erreichen und bestechen mit ihren prachtvollen Gärten und alten Palastanlagen. Ein weiterer Tipp für Erholungssuchende ist der kleine Nachbar des Lago Maggiore: der Lago di Mergozzo. Der Alpenrandsee mit seinem kristallklaren Wasser gilt als einer der saubersten Seen Europas. Freunde des Wassersports freuen sich über gute Verhältnisse zum Angeln, Windsurfen, Kajak- oder Kanufahren. Nicht zuletzt betören die kleinen Orte rund um den Lago Maggiore. Hier verhält es sich ähnlich wie am Gardasee – man kann sich kaum entscheiden, welcher am schönsten ist! Campingplätze finden sich vor allem im Süden und (Nord-)Westen des Lago Maggiore.

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