Bayern - Fränkische Alb - Jägersteig

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Bayern - Fränkische Alb - Jägersteig

fredrickson
von FREEONTOUR

Bayern - Fränkische Alb - Jägersteig

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Allgemeine Informationen

Dollnstein ist ein Markt im Westen des oberbayerischen Landkreises Eichstätt und liegt im Naturpark Altmühltal am Schnittpunkt des Altmühl- und Urdonautales. Der Naturpark Altmühltal ist ein Naturpark in Bayern. Er reicht nördlich der Donau von Nördlingen im Westen bis kurz vor Regensburg im Osten und wird vom namensgebenden Altmühltal in eine nördliche und eine südliche Hälfte zerschnitten. Der Naturpark Altmühltal ist – nach den Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord und Südschwarzwald – mit einer Fläche von 3000 Quadratkilometern der drittgrößte Naturpark Deutschlands. Auf dem Westhang des Urdonautals liegt das Naturwaldreservat Beixenhart mit mehreren Felsgruppen. Durch dieses führt der Jägersteig auf Höhe der ehemaligen Dolomitenriffe.

Tourenbeschreibung

Ausgangspunkt unserer Wandertour ist der Wanderparkplatz (400 m) an der Staatsstraße 2047 zwischen Dollnstein und Konstein im Urdonautal. Von Dollnstein aus kommend in Richtung Konstein/Rennertshofen befindet sich nach ca. 1,5 km links ein Weiher, an welchen sich der ausgeschilderte kostenfreie Parkplatz befindet (Anhalt für das Navigationssystem: 91795 Dollnstein, Wellheimer Straße).

Von hier aus folgen wir dem Wegweiser „Jägersteig“ welcher uns zuerst über die Staatsstraße und im Anschluss in den Wald hineinführt. Zu Beginn geht es ein kurzes Stück auf einen geschotterten Forstweg südlich Richtung Ried leicht bergan.

Nach etwa 400 Metern (Gesamtgehzeit 10 Minuten) erreichen wir eine Weggabelung, an welcher eine große Informationstafel aufgestellt ist. Hier lotst uns ein angebrachter Wegweiser (Jägersteig 2,5 Std. / Abkürzung 2 Std.) nach rechts auf den Jägersteig.

Unregelmäßig verteilte rot/weiße Farbtupfer markieren den weiteren Verlauf. Nun macht der Jägersteig seinem Namen alle Ehre, da sein Charakter sich ab diesem Punkt auf einen schmalen aufsteigenden Pfad wandelt, welcher den Hang entlang führt. Der Jägersteig verläuft nach diesem kurzen Aufstieg mit geringen Höhenunterschieden weiter entlang des Bergrückens. Wir durchwandern einzelne Felsgruppen, sowie klettern wir unter als auch über einige umgestürzte Bäume.

Nach einiger Zeit erreichen wir eine kurze Felspassage, welche wir unter der Zuhilfenahme einer hölzernen Leiter überwinden. Bis auf diese kurze Holzleiter gibt es keine schwierigen Stellen für Hunde, weshalb der Jägersteig auch für Hunde ein tolles Erlebnis ist.

Unmittelbar darauf gelangen wir an eine hölzerne Mahntafel, an welcher wir kurz Inne halten. Unterhalb davon befinden sich zwei Hinweistafeln (links Abkürzung Ried / rechts Jägersteig). Wir bleiben dem Jägersteig weiter treu und steigen wieder bergan.

Nun wartet auf uns eine kurze Klettereinlage zwischen einer Felsengruppe hindurch.

Im direkten Anschluss erklimmen wir den linkerhand befindlichen Felsen (497 m), welcher mit einer Fahne geschmückt ist. Von hier (Gesamtgehzeit 1 Stunde) genießen wir das malerische Panorama über das Wellheimer Trockental, sowie den traumhaften Blick nach Ried.

Nach einer kurzen Rast geht es auf dem wunderschönen Waldsteig weiter, welche uns an eine massive Felswand bringt. Hier durchschreiten wir das Felsmassiv über einen schmalen Spalt, durch welchen man sich etwas hindurchzwängen muss. Diese eindrucksvollen Felsdurchgänge wurden durch die Verkarstung des Gesteins geschaffen.

Kurz darauf erreichen wir eine weitere Felswand, an welchem einen die gewaltige Kraft verdeutlich wird, mit der sich die Urdonau in die Hochfläche eingetieft hat.

Nun gelangen wir an einen kurzen steilen Wurzelanstieg, welcher mit einem Stahlseil gesichert ist. Auf der der gegenüberliegenden Seite erwartet und das Selbe jedoch im Abstieg die wenn dann „schwierigste“ Stelle des Jägersteigs.

Im Anschluss gilt es noch den ein oder anderen umgestürzten Baum zu übersteigen oder unter diesen hindurch zu tauchen bis man eine etwas ausgesetztere Stelle erreicht, welche jedoch für den geübten Wanderer völlig unkritisch ist.

Danach folgt wieder ein kurzer mit Drahtseil gesicherter Abstieg, welcher durch eine kleine Felsrinne führt. Der Weg führt uns weiter bergan und wir gelangen an ein drahtseilversichertes Felsband.

Nach dem wir dieses bewältigt haben unterstützt uns ein Holzgeländer mit Handlauf beim Abstieg über eine Wurzelpassage. Wir folgen dem schmalen Pfad für ein kurzes Stück und erreichen erneut ein Geländer welches uns über ein paar Felsstufen nach oben leitet.

Wir stoßen nun auf eine größere Windwurffläche und erblicken nach gut 4,5 km das Felsentor Beixenstein, welches ebenfalls von der Urdonau geschaffen wurde.

Im Beixenstein wurden in der Vergangenheit hervorragend erhaltene Faustkeile aus der Steinzeit gefunden.

Vom Felsentor steigen wir ein kurzes Stück abwärts bis wir den Wanderweg 5 kreuzen, an welchen auch der Jägersteig nach gut 3,5 Kilometern und etwa 1 ¾ Stunden endet. Hier dann weiter nach links Richtung Tal auf einen flachen breiten Schotterweg. Für den Rückweg folgen wir diesem (Wegmarkierung W2 später Weg Nr. 7) parallel zum Waldrand verlaufenden Forstweg in nördliche Richtung, welcher uns vorbei an mit Lianen bewachsenen Bäumen

und zurück zu unserem Ausgangspunkt der Wanderung führt, wofür wir weitere 35 Minuten benötigen.

Somit ergibt sich eine reine Gehzeit von ca. 2 ¾ Stunden, eine zurückgelegte Strecke von ungefähr 7 km und 97 Höhenmeter im Anstieg.

FAZIT: Der Jägersteig ist ein wunderschön angelegter wilder Wald-/Felsensteig mit teilweise alpinem Charakter, welcher durch einen Urwald wie vor 1000 Jahren mit hohem Todholzbestand, mächtigen Buchen und anderen Baumarten führt. Um den Wald in seinem naturnahen Zustand zu erhalten und sogar wieder zu einem Urwald werden zu lassen, wird in diesem Waldgebiet jegliche Nutzung unterlassen; nicht einmal abgestorbene oder vom Sturm gefällte Bäume werden aufgearbeitet. Wer auf diesem Weg wandert, sich durch Felsengen zwängt, die Felskanzeln erklimmt, über und unter umgestürzte Bäume klettert und am Ende des Weges vor der imposanten Felsruine des Beixenstein steht, dem erschließt sich dieser Weg ganz eindrucksvoll und abwechslungsreich. Beim Jägersteig handelt es sich offiziell um einen Klettersteig in der Schwierigkeitskategorie A. Man muss kein ausgekochter Alpinist sein um den Jägersteig zu bewältigen. Wenn man über knöchelhöhe Bergschuhe, Trittsicherheit sowie ein wenig Kondition verfügt, ist der Jägersteig problemlos zu bezwingen. Durch die Sperrung der kleineren Felsgruppen für Kletterer hält sich der Besucheransturm sehr in Grenzen.