Die österreichische Genuss- und Kulturhauptstadt

geschrieben am 13.08.2015, von Graz Tourismus und FREEONTOUR; Copyright Text und Bildrechte liegen bei Graz Tourismus Wellness & Genuss

FREEONTOUR und Graz Tourismus entführt Sie in das "Feinkostland Österreich" und zeigt die Gaumenfreuden von Graz auf. Ein praktischer Tipp vorab: Wenn Sie Graz erkunden wollen, ziehen Sie bequeme Schuhe an und Kleidung, die nicht zu eng ist. Warum, ist einfach erklärt...

...auch wenn Graz eigentlich klein ist – mit einer Viertelmillion Einwohnern ist die zweitgrößte Stadt Österreichs weiß Gott keine Großstadt – sollten Sie sich darauf einstellen, dass die Zeit auch auf den vielen kurzen Wegen wie im Flug vergeht. Hier schont bequemes Schuhwerk die fleißigen Füße. In der historischen Altstadt mit ihren Straßen, Gassen, Plätzen und Höfen gibt es viel zu erkunden und noch mehr zu genießen, denn Graz ist auch Genuss Hauptstadt, die man nicht nur sehen, sondern auch erkosten sollte. Und dabei hilft die nicht zu eng geschnittene Kleidung.

 
Dachlandschaft (c) Graz Tourismus Erwin Scheriau

Das Schmecken und das Riechen

Kosten kann und soll man in Graz tatsächlich mit allen Sinnen: Naheliegend sind zunächst das Schmecken und das Riechen, denn in keiner anderen Stadt ist der „Feinkostladen Österreich“ so präsent wie hier. Unzählige Bars, Kaffeehäuser, Vinotheken, Gastwirtschaften und Restaurants laden dazu ein, regionale Schmankerln zu verkosten, die auf den Erzeugnissen der nahe gelegenen steirischen Genuss Regionen beruhen. Idealer Startpunkt für kulinarische Spaziergänge ist einer der beiden zentral gelegenen Bauernmärkte, auf denen Landwirte aus der Umgebung ihre tagesfrischen Produkte noch wirklich selbst anbieten.

Dank dieser engen Beziehung zur Natur dominiert in den Grazer Küchen im Sommer die südliche Leichtigkeit, während man sich im Winter sich auf die nahen Berge und die alpenländische Küchentradition besinnt. Diesem Wechselspiel entspricht auch jenes zwischen dem leichten Sommerleben in den unzähligen Gastgärten der Stadt und dem Grazer Advent, der mit seinen Weihnachtsmärkten zwischen alpenländischer Tradition und urbaner Vielfalt zuhause ist.

Das Hören und das Sehen

Auch dem Hören und dem Sehen widmet sich das Angebot der Kulturhauptstadt Graz im Überfluss. Da ist einmal am Fuße des Schlossbergs die historische Altstadt mit ihren Stadtpalais, Kirchen, Bürgerhäusern und Repräsentationsbauten. Die Romantik der Renaissance macht einen Gutteil des südlichen Flairs aus, das Einheimische wie Gäste an dieser Stadt so schätzen.

Doch wirklich typisch für Graz ist diese Altstadt aus einem ganz anderen Grund: Immer wieder wird das Historische von zeitgenössischer Architektur wie dem markanten Grazer Kunsthaus, dem „friendly alien“, gebrochen. Hier zeigt sich eine Kunst, die man in Graz traumwandlerisch sicher zu beherrschen scheint: Das Verweben von Tradition und Moderne zu immer stilsicher komponiertem Neuen.

So zeigt sich die Stadt in allen kulturellen Aspekten lebendig und beständig in Bewegung; nicht nur in der Architektur, sondern auch in Musik, Theater, Literatur, Design und bildender Kunst. Das beweist auch die Bandbreite von Festivals wie styriarte, La Strada, steirischer herbst und Elevate, die übers Jahr verteilt das unterschiedlichste Publikum ansprechen, sich aber in ihrem hohen Qualitätsanspruch doch einander die Hand reichen.

 
Lange Tafel der GenussHauptstadt (c) - Harry Schiffer, Lange Tafel der GenussHauptstadt (c) Graz Tourismus - Harry Schiffer1

Graz – die Genuss Hauptstadt

Wie es sich für die Hauptstadt der Steiermark, dem grünen Herz Österreichs, gehört, präsentiert sich Graz auch als Stadt, in der man zwischen urbanem Flair und ländlicher Idylle nicht zu wählen braucht, da immer beides greifbar ist.

Geografisch betrachtet liegt Graz in einem Becken, das sich nach Süden zu den Hügellandschaften der steirischen Weinstraßen öffnet und nach Norden von den Almen der östlichen Ausläufer der Alpen begrenzt ist. Aus kulinarischer Sicht könnte man statt von einem Becken ebenso gut von einem geflochtenen Korb reden, der sich immer aufs Neue mit Lebensmitteln füllt, die an Vielfalt und Qualität Ihresgleichen suchen. Das Grazer Umland ist von klein strukturierter Landwirtschaft und intakten Naturräumen geprägt, die Lebensmittel allerhöchster Qualität liefern. 15 steirische Genuss Regionen versorgen Graz mit Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse und machen die Stadt zu einer Genuss Hauptstadt ersten Ranges. Mit dem Grazer Krauthäuptel, einer reschen Salatspezialität, ist auch Graz selbst eine dieser Genuss Regionen. In keiner anderen österreichischen Stadt können die Köche der Restaurants und Gasthäuser so selbstverständlich auf so erstklassige Zutaten zugreifen. Damit ist der Besuch von Graz auch immer ein kulinarisches, stark saisonal geprägtes Erlebnis. Gutes Essen, begleitet von exzellentem Wein und Bier, beschränkt sich in Graz natürlich nicht auf exklusive Haubenküche – sie ist wie so Vieles in Graz eine alltägliche Qualität.


Kaiser Josef Markt (c) Graz Tourismus - Harald Eisenberger

Wie man Graz kulinarisch entdeckt

Um das kulinarische Graz zu entdecken, empfehlen wir drei völlig verschiedene Strategien: Die erste ist einfach, denn Sie besuchen einfach einen der Repräsentanten der Genuss Hauptstadt und lassen sich bzw. Ihren Gaumen verwöhnen. Diese Repräsentanten sind ausgewählte Gastronomiebetriebe, deren Küche ganz auf die saisonalen Angebote der steirischen Genuss Regionen abgestimmt ist. Darunter finden sich Restaurants, die regionale Spezialitäten neu und mit faszinierender Kreativität interpretieren ebenso wie gutbürgerliche Gasthäuser, die klassische steirische Küche servieren – sogar ein Italiener ist dabei. Sie sehen schon: Es geht nicht um den Stil, sondern um die Qualität, oder, um Louis Armstrong leicht abgewandelt zu zitieren: „Es gibt nur zwei Arten von Küchen: Gute und schlechte. Es kommt nicht darauf an, was Du kochst, sondern wie Du kochst.“ Diese Strategie hat allerdings einen kleinen Nachteil: Es braucht doch einen längeren Aufenthalt, um die ganze Bandbreite der Genussvariationen kennen zu lernen.

Der zweite strategische Ansatz ist insofern gesünder, als er das Erschmecken von Graz mit etwas Bewegung verbindet. Geübte Städtetouristen lieben es ja, eher ziellos durch das Gassengewirr zu bummeln und einfach einmal hier und einmal da die Nase hineinzustecken. Es ist auch nicht so, dass man in Graz besonders viel Glück bräuchte, um mit diesem System einen Treffer zu landen. Noch besser ist es allerdings, sich vertrauensvoll kundigen GrazerInnen anzuvertrauen und etwa einen kulinarischen Altstadtrundgang zu buchen. Denn so bekommt man vier wunderbar harmonierende Gänge an vier verschiedenen Adressen serviert. Dazwischen hört man interessante, spannende und unterhaltsame Geschichten aus der kulinarischen Geschichte und Gegenwart der Stadt.

 
Uhrturm (c) Graz Tourismus - Harry Schiffer

Diese Rundgänge werden von Jänner bis November an Samstagen und Sonntagen durchgeführt. An den Samstagen starten Sie immer an einem der Grazer Bauernmärkte, die ein kleiner Kosmos für sich sind. Hier gibt es keine Händler, sondern es sind die Bäuerinnen und Bauern selbst, die ihre eigenen Waren anbieten. Montag bis Samstag sind sie vom frühen Morgen bis zur Mittagszeit die schönste Art einzukaufen und da und dort eine Kleinigkeit zu naschen. Alles, was es hier gibt, gedeiht in der unmittelbaren Umgebung der Stadt und wird täglich frisch geerntet bzw. von den Bauern verarbeitet. So pendelt man zwischen dem Geruch frischer Blumen, dem würzigen Duft von Geselchtem, Speck und Würsten und frisch gebackenem Brot.

 
Genuss Brotkorb © GenussRegion Österreich , Genuss Kaiser Josef Markt- Hans Wiesenhofer

Jede Jahreszeit entwickelt ihr eigenes Potpourri: Im Frühling sticht das frisch duftende Grün der ersten Salate hervor, zu Ostern mischt sich der Geruch von Kren und Osterfleisch darunter, im Sommer verbreiten Kirschen, Pfirsiche und Marillen ihr Aroma, das bald vom erdigen Geruch der Pilze und Schwarzbeeren aus den heimischen Wäldern abgelöst wird. Die größte Vielfalt bietet natürlich die Erntezeit der Herbstmonate mit ihrem unüberschaubaren Angebot, aus dem wenigstens optisch die vielen, verschiedenen Speisekürbisse hervorstechen. Den wichtigsten Kürbis gibt es natürlich das ganze Jahr über wunderbar veredelt und in Flaschen abgefüllt: Die Früchte des Ölkürbis, die zum berühmten steirischen Kürbiskernöl verpresst werden.

Das Frühjahr in Graz kosten

Wenn sich der Schnee endlich in höheren Regionen zurückzieht, beginnt es in Graz zu sprießen: Nicht nur die ersten Blumen recken ihre Köpfe der Sonne entgegen, auch der Grazer Krauthäuptel kann zum ersten Mal geerntet werden. Diese knackig frische Salatspezialität genießt man am besten mit steirischem Kürbiskernöl und Essig von steirischen Äpfeln. Nach der deftigen Winterkost ist dieser frische, vitaminreiche Salat eine segensreiche Abwechslung.  

  Genuss Äpfel © GenussRegion Österreich

Der kulinarische Höhepunkt des Frühlings in Graz ist Ostern: Gerne unterzieht man sich hier dem Fasten – zumindest für die Karwoche – um sich dann mit umso größerem Appetit der Osterjause zu widmen. Ihr Kernstück ist das saftige Weichfleisch. Es ist zwar wirklich zart und weich, dennoch rührt der Name von der Weihe, also dem Segnen dieses Selchfleischs, das hauchdünn aufgeschnitten und mit frisch gerissenem Kren gegessen wird. Dazu gehören die bunt gefärbten Ostereier, um die sich vielfältiges Brauchtum rankt und allerlei Würste, geräucherte Zunge, die ersten Radieschen, Salate, Käse und das ganz besondere Osterbrot.

Weiß und mit Rosinen verfeinert, ist es eine süße Ergänzung zur pikanten Osterjause, denn die Grazer lieben auch in der Kulinarik das harmonische Spiel der Gegensätze. Dieses Brot ist eine der vielen Spezialitäten der Grazer Bäcker, die das ganze Jahr über helle und dunkle Brote, Brötchen und Weckerln aus ihren Backöfen holen. Es ist allerdings kein Wunder, dass die Brotqualität in Graz so besonders ist, immerhin gab es hier den mittelalterlichen Brauch des Bäckerschupfens, mit dem Bäcker, die mindere Qualität lieferten, rasch eines Besseren belehrt wurden.

Da die Osterjause satt aber durstig macht, sollte sie entweder durch einen Osterbock, eine kräftige steirische Bierspezialität, die nur zur Osterzeit gebraut wird, oder einen fruchtig-herber Weißwein aus der Südsteiermark ergänzt werden. Ihre steilen Hügel versorgen die Stadt mit edlen Tropfen unterschiedlichster Sorten, die in der internationalen Weinwelt höchste Anerkennung finden. Weit über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt sind Winzer wie die Brüder Polz oder Manfred Tement – aber jeder Grazer, der dem Wein nicht gänzlich abhold ist, kennt aus dem Stegreif schnell ein gutes Duzend weitere Namen. Auch der resche Schilcher, ein schillernder Rosé aus der Weststeiermark, ist eine Kostprobe wert. Damit die Osterjause mit all ihren regionalen Schmankerln und flüssigen Begleitern nicht den Grazern vorbehalten bleibt, wird die Osterjause nun auch von einigen Grazer Wirten angeboten.

Schauen Sie doch mal auf die Websites:
www.genusshauptstadt.at
www.graztourismus.at

GRAZ TOURISMUS & STADTMARKETING GMBH
Messeplatz 1/Messeturm
8010 Graz
Tel. +43/316/8075-0
info@graztourismus.at

           

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